Lot

Oper von Giorgio Battistelli

Oper in drei Akten (2016)

Libretto von Jenny Erpenbeck

 

Auf dem Spielplan seit der Uraufführung der Inszenierung am 1. April 2017

Einführung 19:00 | Fr 21.04.17 | 19:30–21:15 | Opernhaus

Abonnement: Freitag 6 (19:30 Uhr)

  • Khatuna Mikaberidze, Brian Davis
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis, Ensemble
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis, Stella Motina
    © Jörg Landsberg
  • Stella Motina (l.), Brian Davis, Dorothea Maria Marx
    © Jörg Landsberg
  • Stella Motina (l.), Brian Davis, Dorothea Maria Marx
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis, Ensemble
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis, Ensemble
    © Jörg Landsberg
  • Frank Schneiders (l.), Mareike Morr, Sung-Keun Park, Amar Muchhala, Brian Davis (Mitte), Chor, Statisterie
    © Jörg Landsberg
  • Stella Motina (l.), Khatuna Mikaberidze, Dorothea Maria Marx
    © Jörg Landsberg
  • Amar Muchhala (l.), Dorothea Maria Marx, Sung-Keun Park, Khatuna Mikaberidze, Brian Davis, Stella Motina
    © Jörg Landsberg
  • Dorothea Maria Marx (l.), Brian Davis, Stella Motina
    © Jörg Landsberg
  • Dorothea Maria Marx, Stella Motina, Brian Davis
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis, Dorothea Maria Marx, Stella Motina
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis, Stella Motina, Dorothea Maria Marx
    © Jörg Landsberg
  • Statist (l.), Renate Behle, Franz Mazura
    © Jörg Landsberg
  • Statist (l.), Franz Mazura
    © Jörg Landsberg

ZUM STÜCK

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Die Geschichte um Lot gehört zu den merkwürdigsten und widersprüchlichsten Episoden des Alten Testaments. Ein regelrechter Handel Abrahams mit Gott ist der Ausgangspunkt: Gott will die Stadt Sodom wegen ihrer moralischen Verkommenheit vernichten, doch Abraham sorgt sich um seinen dort lebenden Neffen Lot, der ein gottesfürchtiger Mann ist. Abraham feilscht mit Gott um die Mindestzahl von Unschuldigen, die Sodom aufweisen müsse, damit die Stadt verschont bleibe. Doch die Engel Gottes finden nur den einen, Lot, dessen Familie sie retten wollen, bevor die Stadt dem Erdboden gleichgemacht wird. Denn ein einziger »Gerechter« ist der göttlichen Macht nicht genug, um das Massaker an den anderen zu verhindern. Die Rettung erweist sich für Lot allerdings als Fluch. Sein Weg führt ins Ungewisse, wohin ihm seine Frau nur zögerlich folgen mag und deshalb ebenfalls vernichtet wird. Allein gelassen von seinem Gott, flüchtet er sich mit seinen beiden Töchtern in die Berge, haust dort in der sozialen Isolation mit ihnen wie ein wildes Tier und zeugt mit ihnen Kinder.

 

In der Gestalt Lots verkörpert sich der unbedingte Glaube an das göttliche Gebot von Güte und Menschlichkeit, dem er sogar seine Töchter zu opfern bereit gewesen wäre, als es galt, das Gesetz der Gastfreundschaft zu wahren. Er ist also bereit, auch über Leichen zu gehen, um seinem Ideal von Humanität gemäß zu leben. Doch Lots Weg ist kein selbstbestimmter; er gehorcht der göttlichen Macht blindlings und verliert eben dadurch seine Menschlichkeit. Seine »Gerechtigkeit« gebiert Schuld, und sein Fundamentalismus, der die drohende Vernichtung der anderen stillschweigend akzeptiert, mündet in die Barbarei. Lot ist das deformierte Opfer seiner Ideologie von einem gottgefälligen Leben. Die Hoffnung, aus der Vernichtung des »Bösen« möge eine bessere Welt erstehen, hat sich bis heute immer wieder als

Verirrung erwiesen und nur Opfer hinterlassen. Der 1953 geborene Italiener Giorgio Battistelli ist einer der produktivsten und bedeutendsten Opernkomponisten der Gegenwart. Aus seiner Feder stammen Opern wie Prova d' orchestra nach Federico Fellini, Die Entdeckung der Langsamkeit nach Sten Nadolnys Roman, Auf den Marmorklippen nach Ernst Jünger oder Richard III. nach Shakespeare. Das Libretto zu seiner Oper Lot, in der er erstmals einen biblischen Stoff aufgreift, schrieb die vielfach preisgekrönte Schriftstellerin Jenny Erpenbeck, die 2013 für ihr literarisches Werk mit dem Joseph-Breitbach-Preis ausgezeichnet wurde, einem der höchstdotierten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. 2016 wird ihr der Walter-Hasenclever-Literaturpreis verliehen.

ZUR INSZENIERUNG

Die Uraufführung wurde live auf NDR Kultur übertragen.

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde des Opernhauses e.V.

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Gefährliche Experimente im Himmel Die Deutsche Bühne, 02.04.2017
mehr
Vom Wahnsinn weltweiter Flucht Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.04.2017
mehr
Wenn Gott handelt Hannoversche Allgemeine Zeitung, 03.04.2017
mehr
Mit oder ohne Gott? nmz online, 03.04.2017
mehr
Streit, Flucht und Inzest Süddeutsche Zeitung, 12.04.17
mehr

VIDEO

Video

Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Mark Rohde
Inszenierung
Frank Hilbrich
Bühne
Volker Thiele
Kostüme
Gabriele Rupprecht
Licht
Susanne Reinhardt
Choreinstudierung
Dan Ratiu
Dramaturgie
Klaus Angermann

Besetzung

Besetzung

Lot
Brian Davis
1. Tochter
Dorothea Maria Marx
2. Tochter
Stella Motina
Frau
Khatuna Mikaberidze
1. Engel
Sung-Keun Park
2. Engel
Amar Muchhala
Abraham
Franz Mazura
Sara
Renate Behle
Gott
Nathan Ngamen
1. Bürger
Latchezar Pravtchev
2. Bürger
Frank Schneiders
Bürgerin
Mareike Morr
Zöllner
Michael Dries

Chor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

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Produktion empfohlen ab Klasse 11

 

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