Manon Lescaut*

Oper von Giacomo Puccini

Text von Ruggero Leoncavallo, Marco Praga, Domenico Oliva, Luigi Illica, Giuseppe Giacosa, Giulio Ricordi, Giuseppe Adami und Giacomo Puccini nach der Histoire du chevalier Des Grieux et de Manon Lescaut (1731) von Abbé Prévost

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Auf dem Spielplan seit der Premiere der Inszenierung am 10. September 2016

Premiere | anschl. Premierenfeier im Foyer | Sa 10.09.16 | 19:30 | Opernhaus

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  • Karine Babajanyan (Manon Lescaut)
    © Jörg Landsberg
  • Sung-Keun Park (Edmondo, l.), Ricardo Tamura (Des Grieux), Chor, Statisterie
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis (Lescaut), Karine Babajanyan (Manon)
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis (Lescaut), Karine Babajanyan (Manon)
    © Jörg Landsberg
  • Karine Babajanyan (Manon), Michael Dries (Geronte, r.), Lászlo Réti (l.)
    © Jörg Landsberg
  • Michael Dries (Geronte), Karine Babajanyan (Manon)
    © Jörg Landsberg
  • Karine Babajanyan (Manon), Ricardo Tamura (Des Grieux)
    © Jörg Landsberg
  • Karine Babajanyan (Manon)
    © Jörg Landsberg
  • Karine Babajanyan (Manon), Ricardo Tamura (Des Grieux)
    © Jörg Landsberg
  • Karine Babajanyan (Manon), Ricardo Tamura (Des Grieux)
    © Jörg Landsberg
  • Karine Babajanyan (Manon), Ricardo Tamura (Des Grieux)
    © Jörg Landsberg
  • Karine Babajanyan (Manon), Brian Davis (Lescaut, M.), Ricardo Tamura (Des Grieux)
    © Jörg Landsberg
  • Ricardo Tamura (Des Grieux), Karine Babajanyan (Manon, hinten Mitte), Chor, Statisterie
    © Jörg Landsberg
  • Karine Babajanyan (Manon)
    © Jörg Landsberg
  • Karine Babajanyan (Manon), Ricardo Tamura (Des Grieux)
    © Jörg Landsberg
  • Karine Babajanyan (Manon), Statisterie
    © Jörg Landsberg
  • Karine Babajanyan (Manon), Statisterie
    © Jörg Landsberg

ZUM STÜCK

Nach der eher bescheidenen Resonanz, die seine beiden Opernerstlinge Le Villi und Edgar fanden, stürzte sich Puccini für seine dritte Oper auf einen Stoff, dessen Wahl seinem Verleger Giulio Ricordi höchst riskant erschien. Denn die 1731 publizierte Geschichte des Chevalier Des Grieux und der Manon Lescaut von Abbé Prévost diente schon 1884 Jules Massenet als Sujet seiner Oper Manon, die sehr populär war. Puccini lief somit Gefahr, mit dem bereits als Opernkomponist etablierten Massenet in Konkurrenz zu treten, und Ricordi beschwor seinen Schützling deshalb, von dem Plan abzulassen. Puccini war jedoch von der Geschichte so begeistert, dass er sich schließlich durchsetzte, wobei er demonstrativ auf Distanz zu seinem Kollegen ging, dessen Werk er vorwarf, es behandle das Thema auf typisch französische Weise »mit Puder und Menuett«. Puccini aber strebte nach »verzweifelter Leidenschaft«; er wollte eine italienische Manon schaffen mit glutvollen Melodien und dramatischem Furor. Der Erfolg der Uraufführung 1893 in Turin gab Puccini Recht. Mit Manon Lescaut gelang ihm der internationale Durchbruch, und von vielen wurde Puccini seither als Erbe des alten Verdi gefeiert.

Im Mittelpunkt steht die fatale Liebesbeziehung zwischen dem Adeligen Des Grieux und der jungen Manon Lescaut, die von ihrer Familie ins Kloster geschickt wird. Als Des Grieux erfährt, dass Manons Reisebegleiter, der alternde Lebemann Geronte, die Entführung des jungen Mädchens plant, kommt er diesem zuvor und brennt seinerseits mit Manon durch. Doch Manon liebt auch den Luxus, den ihr Des Grieux auf Dauer nicht bieten kann, und so kehrt sie zu Geronte zurück, allerdings ohne Des Grieux vergessen zu können. Der Zwiespalt zwischen Liebe und Reichtum wird ihr zum Verhängnis, als sie ein zweites Mal mit Des Grieux fliehen will, beim Einsammeln der Juwelen aber erwischt und als Diebin verhaftet wird. Vor ihrer Deportation nach Übersee erhält der verzweifelte Des Grieux die Einwilligung des Schiffskapitäns, Manon begleiten zu dürfen. Im fremden Land angekommen, sind die beiden Liebenden verelendet und erneut auf der Flucht durch die Wüste. Manon ist zu Tode erschöpft, und als Des Grieux kein Wasser findet, stirbt sie.

Der Versuch Puccinis, sich vom Werk Massenets deutlich abzusetzen, hatte seine Tücken. Die Umarbeitung des Romans von Prévost in ein Opernlibretto, an dem sich Puccinis Eigenständigkeit bewähren konnte, erwies sich als außerordentlich schwierig. Nicht weniger als acht Autoren zimmerten nacheinander und gleichzeitig an dem Text, unter ihnen auch Ricordi und Puccini selbst, so dass Puccini in späteren Jahren sagen konnte, das Textbuch stamme »von allen und keinem«. Vermutlich erklären sich aus diesem Durcheinander auch die Brüche des Librettos, das mit Prévosts Geschichte zuweilen sehr episodisch und sprunghaft verfährt. Dennoch schlägt die emotionale Kraft von Puccinis Musik die Brücke über manche dramaturgischen Abgründe und schafft die Nähe zu den in ihren Widersprüchen verstrickten und an ihnen scheiternden Figuren.

ZUR INSZENIERUNG

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde des Opernhauses Hannover e.V.

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Die große Liebe der "Manon Lescaut" in Hannover NDR Kultur, 11.09.16
mehr
Gichtige Gockel und junge Liebe Neue Presse Hannover, 12.09.16
mehr
Schwester Leichtfuß Hannoversche Allgemeine Zeitung, 12.09.16
mehr
Berechnende Leidenschaften einer unmöglichen Person Online Music Magazin, 13.09.16
mehr

TERMINE & KARTEN

Termine

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21.10.17Sa 19:30
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09.01.18Di 19:30
12.01.18Fr 19:30

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Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Alexander Drcar
Inszenierung
Olivier Tambosi
Bühne
Frank Philipp Schlößmann
Kostüme
Gesine Völlm
Licht
Susanne Reinhardt
Choreinstudierung
Dan Ratiu
Dramaturgie
Klaus Angermann

Besetzung

Besetzung

Manon Lescaut
Karine Babajanyan
Lescaut
Brian Davis
Chevalier Renato Des Grieux
Ricardo Tamura
Geronte de Ravoir
Michael Dries
Edmondo
Sung-Keun Park
Ein Musiker
Mareike Morr
Tanzmeister/Lampenanzünder
Edward Mout
Wirt
Volkhard Oberdalhoff
Sergeant
Woo-Jung Kim
Kommandant
Valentin Kostov

Chor der Staatsoper Hannover
Extrachor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

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Produktion empfohlen ab Klasse 9

 

Ein Formular für die Kartenbestellung für Schulklassen unter kasse@staatstheater-hannover.de oder Fax (0511) 9999 1999 finden Sie hier.

 

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* in Originalsprache mit deutschen Übertiteln