Singuläres Opernereignis

Pausenlose 140 Minuten steht sie alleine auf der Bühne der Staatsoper Hannover und performt einen Monolog, wie er verstörender, aufregender und bewegender kaum sein kann: Nicole Chevalier alias Violetta Valéry macht aus Verdis »La Traviata«, auch dank Benedikt von Peters ungewöhnlicher Inszenierung, ein singuläres Opernereignis. Stehende Ovationen, auch für das Regieteam, am Ende einer denkwürdigen Premiere. [...] Nicole Chevalier spielt nicht nur phänomenal, sie singt auch so. Mühelos setzt sie die anspruchsvolle Partie in Töne und meistert von virtuoser Koloraturkunst bis hin zur existenziellen Dramatik alle Fassetten. Das kann man anders, aber kaum besser singen. Glücklich kann sich die Sängerin schätzen, in einer auf sie zugeschnittenen Produktion, wie man es wohl höchstens einmal in seiner Gesangskarriere erleben darf, so leistungsstark aufblühen zu können. [...] Mit dieser »Traviata« und diesem Ensemble steht die Staatsoper erneut an der Spitze.

+ 19.09.11 + Weser-Kurier + Markus Wilks +

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