Trash und Traum

Benjamin Brittens »Sommernachtstraum« erlebt an der Oper Hannover eine eindrucksvolle Premiere – und schwebt dabei zwischen Satire und Komödie.

 

Wie sehen eigentlich heutige Traumbilder aus? Regisseur Michiel Dijkema hat in seiner hannoverschen Inszenierung vor allem darauf eindrucksvolle Antworten gefunden: Mit seinen kongenialen Mitstreitern, Bühnenbildner Florian Parbs und Kostümbildnerin Claudia Damm, findet er für Shakespeares Figurenkosmos eine kraftvolle, vor Einfällen überbordende Bildersprache. Er versetzt das Feenreich und das alte Athen aus dem von Britten und Peter Pears bearbeiteten Libretto von Shakespeares Komödie in eine manchmal quietschbunte, dann wieder triviale, aber immer äußert originelle Welt. […]

 

Shakespeares „Sommernachtstraum“ ist aber auch eine Komödie. Und da kommt der hannoversche Bass Frank Schneiders ins Spiel, der an diesem Abend an Spielwitz alles übertrifft. Bauarbeiter statt Weber ist er in dieser Inszenierung. Wunderbar derb, angeberisch, gibt er den Bottom bei der ersten Probe der Handwerker.  

+ 30.03.14 + Hannoversche Allgemeine Zeitung + Jutta Rinas +

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