Feuer frei!

Kay Voges inszeniert Webers "Freischütz" an der Staatsoper Hannover - und polarisiert das Publikum

 

So verrückt, verwegen und sonderbar Voges' Einfälle auch oft sein mögen: Sie sind niemals dumm. Sie sind vielmehr beredte, oft gut gelaunte Zeugen dafür, dass auch in der Oper die Freiheiten möglich sind, ohne die das Sprechtheater schon lange nicht mehr auskommt. Der Regisseur setzt auf wildes Fabulieren statt auf szenische Konzentration und öffnet so die scheinbar unabänderlich strenge Form der von der Partitur vorgegebenen Handlungsabläufe. Und mit den vielen neuen Anknüpfungspunkten entstehen auch viele neue Zugänge zu einer längst nicht mehr jedem verständlichen altehrwürdigen Kunstform. Es ist ein Weg in die Zukunft der Oper.

+ 14.12.15 + Hannoversche Allgemeine Zeitung + Stefan Arndt +

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