Gott mag Musik

Marlene Gaßner erzählt […] erst einmal von der Geschichte, die sie gerade gelesen hat und deren Ende sie nun gemeinsam mit den Zuschauern herausfinden will. […] Und dann, irgendwo zwischen Sternenhimmel und dem Flussufer mit seinem reichen Vorrat an Lehm, aus dem die Ziegel entstehen sollen, beginnt Gaßner doch noch zu singen. So zart, dezent und schön, dass es niemanden erschreckt: Gesang als fantasievolle Ausweitung der Sprache. […]

 

Statt eines Ensembles gibt es eine einzige Sängerin und statt eines Orchesters einen Schlagzeuger und einen Posaunisten. Gemeinsam bringen die drei die Geschichte mit Rhythmus und Klängen immer wieder zum Schweben – und das junge Publikum zum Mitmachen. In dieser Oper darf man selbst singen, um etwa einen Gott zu besänftigen, den die Turmspitze pikt, und das geht ja am besten mit Gesang, wie die Erzählerin sagt, denn: „Gott liebt Musik.“

 

Regisseur und Kostümbildner Neil Barry Moss inszeniert alles passgenau für eine Bühne, die Veronika Kaleja als Pop-up-Bilderbuch gestaltet hat und die von Marlene Gaßner mit Charme und Stimme sehr gut ausgefüllt wird.

+ 10.01.19 + HAZ + Stefan Arndt +

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