Po(e)esie des Unheimlichen

Frei nach Edgar Allan Poe und mörderisch gut: Ein Ballettabend mit Stücken von Jörg Mannes und Mauro Bigonzetti in der Staatsoper

 

(Über »Grotesque & Arabesque«)

 

Aus dem Spalt hervor zwängt sich der Tod höchstpersönlich. In Gestalt von Giada Zanotti im schwarzsamtenen Catsuit. […] Ihre Darbietung ist mörderisch gut. Und die Zuschauer sind der Po(e)esie dieses am Ende mit langanhaltendem Beifall bedachten Abends erlegen.

[…] Es ist ein schnelles Stück mit zackigen Übergängen und temporeichen Schrittfolgen. Das Ensemble zeigt sich in Höchstform. Zanotti und Piza, aber auch Lilit Hakobyan und Patrick Michael Doe bestechen durch ungemeine Präsenz und technische Präzision.

Komponist Hanke untermalt das Geschehen mit deutlicher Freude am Bizarren und Düsteren. […]

 

 

(Über »Nevermore«)

 

Wieder verkörpert Denis Piza die männliche Hauptperson. Seine Wandlungsfähigkeit ist bemerkenswert: Die Rolle des eben noch starken Barons wechselt er mühelos mit der eines gebrochenen Mannes, der seinen Träumen und Sehnsüchten nachhängt, bis er daran kaputtgeht und kraftlos zusammenbricht. […]

+ 21.01.19 + HAZ + Kerstin Hergt +

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