»Nevermore«: Ästhetik zum Gruseln in der Oper

In der Oper ist der Tod mit von der Partie. Das Ballett »Nevermore« kreist um Edgar Allan Poe.

 

(Über «Grotesque & Arabesque«)

 

Stefan Johannes Hanke hat in Absprache mit Mannes die Musik zu diesem Stück komponiert. Mit ausgeprägt perkussiven und zuweilen fast jazzigen Passagen, aber auch hinreichend Suspense und Naturgeräuschhaftem – kurz: griffig und ebenso vom Niedersächsischen Staatsorchester unter Valtteri Rauhalammi interpretiert. […]

 

 

(Über »Nevermore«)

 

Gewiss kann man hier manche Bewegungsmuster vogelhaft deuten, weit wichtiger ist aber die atmosphärische Seite. Und da gab‘s ebenso eigenwillig konstruierte wie flüssig vorgetragene Gruppenszenen, einen Pas de deux mit hochinteressanten Hebefiguren und immer wieder eine spannende Energetik zwischen Verharren und Ausbruch. Zudem sorgte nicht nur das Orchester […] für Klänge, sondern auch die Compagnie, die mal herzhaft auf den Boden klopfte oder die eigenen Körper als Resonanzraum nutzte. Nun setzte es den einen oder anderen Szenenapplaus. Als Publikumsliebling kristallisierte sich Lilit Hakobyan heraus,[…].

Am Schluss konnten sie indes alle im stürmischen Beifall baden – nach einem vielleicht nicht wirklich abgründigen, aber facettenreichen Abend mit ein paar magischen Momenten.

+ 21.01.19 + Neue Presse + Jörg Worat +

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