Drei Stiefmütter im Schönheitswahn

Ein Tanz, wie man ihn von Mannes kennt: gemäßigte Moderne mit neoklassischen Elementen und bei Bedarf ein paar Takten Spitzentanz. Manchmal wird es neckisch und manchmal originell. Das Niedersächsische Staatsorchester unter Mark Rohde spielt dazu ebenso druckvoll wie ausgewogen Musik von Strawinsky, Grieg oder Schostakowitsch.

 

Es gibt keinen eigentlichen Leerlauf, und es ist auch alles schön anzusehen: die computergenerierten Projektionen von rotierenden Äpfeln und Totenköpfen, die violett-grünen Lichteffekte und das Glimmerkostüm von Giada Zanotti. Die tanzt nämlich den personalisierten Spiegel, der keineswegs nur brav spiegelt, sondern ein Eigenleben entwickelt, nicht immer zum Wohlgefallen der Stiefmutter.

+ 09.10.18 + Cellesche Zeitung + Jörg Worat +

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