Verliebt ins eigene Verliebtsein

Kelly God gestaltet die Isolde differenziert, farbenreich und ausgesprochen ausdrucksvoll. Nur selten erlebt man eine so klug und minutiös durchdachte Ausgestaltung des Textes. […] Kelly God gelingt es, die ganze Bandbreite der Gefühle stimmlich auszudrücken, beeindruckt mit klangschöner Tiefe und schreckt zuweilen auch vor schrillen Tönen nicht zurück. Robert Künzli kann als Tristan nicht nur durchweg überzeugen, sondern geradezu begeistern. Ein Heldentenor mit strahlender Höhe und leuchtendem Metall. Kein hochgepeitschter Bariton, sondern ein echter Tenor, der obendrein auch noch mitreißend gestalten kann […].

 

Tobias Schabel ist als Marke ein echter Glücksfall. Er macht aus dieser Figur einen wahren König, der die zahlreichen Facetten der Figur in der Klage atemberaubend ausgestaltet. Verletztheit und Wut, Trauer und Ärger, Verzweiflung und Ungläubigkeit… – und das alles mit Stil und Haltung und ebenso volltönendem wie flexiblem Bass.

+ 08.10.18 + Online Musik Magazin + Bernd Stopka +

zurück zu »Tristan und Isolde«