Tristan und Isolde

Musikalisch großartig. […] Das lag in erster Linie an der musikalischen Leitung von Will Humburg, der das Niedersächsische Staatsorchester mit seinem überaus temperamentvollen Dirigat zu Höchstleistungen in allen Gruppen animierte. Wie er eine Fülle von Einzelheiten herausarbeitete, die man sonst nicht immer hört, und dabei den typischen „Tristan“-Gesamtklang mit seiner streckenweise geradezu berauschenden Wirkung erzielte, das hatte herausragendes Format. Natürlich trug zu dem Erfolg auch das hannoversche Opernensemble bei, aus dem alle Partien ohne Zuhilfenahme von Gästen besetzt werden konnte.

 

Eine im Auftritt oft hoheitsvolle Isolde war Kelly God, deren strahlkräftiger Sopran sich kontinuierlich zu einem echten dramatischen Sopran entwickelt hat. Mit technisch gut fundierter Stimmführung beherrschte sie die vielschichtige Partie – und es waren nicht nur die bombensicheren Höhen und die Intonationsreinheit, die imponierten, sondern auch die Zurücknahme in den zarteren, lyrischen Passagen […]. An den letzteren Stellen gab es eine schöne Übereinstimmung mit dem Heldentenor des Hauses Robert Künzli als Tristan, der die kräftezehrende Rolle sicher beherrschte. 

+ 08.10.18 + Der Opernfreund + Gerhard Eckels +

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