Leichen im Keller

An der Staatsoper dürften auf der musikalischen Seite kaum Wünsche offengeblieben sein: Was aus dem Orchestergraben und von der Bühne tönt, hat durchweg großes Format. Dirigent Ivan Repušić lässt das Staatsorchester schon in der rasant angegangenen Ouvertüre lustvoll aus dem Vollen schöpfen. Markige Blechbläser erheben sich über sehnigem Streicherklang: Trotz des geschlossenen Vorhangs meint man das Geisterschiff des Holländers aus rauer See auftauchen zu sehen. Und dann die Holzbläser, die in wunderbarer Ruhe ihre Melodien aussingen. Es ist nicht zu überhören, dass selbst in dieser düsteren Ballade Liebe und Sehnsucht eine Hauptrolle spielen.

+ 13.02.17 + Hannoversche Allgemeine Zeitung + Stefan Arndt +

zurück zu »Der fliegende Holländer«