Bernd Mottl findet in Hannover eine radikale Lösung für den »Fliegenden Holländer« von Richard Wagner

Der Regisseur Bernd Mottl fokussiert in seiner Inszenierung am Niedersächsischen Staatstheater Hannover das Thema in einer extremen Richtung: beide, der Holländer und Senta, suchen einen Partner nicht für ihre Erlösung, sondern den geplanten Selbstmord. Ohne jegliche innere Rührung steht der körperlich mächtige Holländer im schwarzen Philipp II.-Kostüm da, sagt sogar, die Begegnung mit Senta sei nicht die Liebe, sondern das Heil.

 

Aber während er (mit schönem Gesang Stefan Adam) eher eine steife Unnahbarkeit präsentiert, erleben wir mit Senta einen fulminant trotzigen Teenager, der in schwarzen kaputten Klamotten nägelkauend sich an seinen Wunschkapitän klammert, der im Hintergrund als Statue sitzt. Alles an ihr ist Sehnsucht, diese unerträgliche Welt zu verlassen – ein hochaktuelles Thema

+ 12.02.17 + nmz online + Ute Schalz-Laurenze +

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