Die Gezeichneten

Oper von Franz Schreker

Oper in drei Aufzügen (1913-15)

Text vom Komponisten

Premiere der Inszenierung am 6. April 2019

Sa 11.05.19 | 19:30–22:30 | Einführung 19:00 | Opernhaus

Abonnement: Samstag 9 (19:30 Uhr) | Samstag 6 (19:30 Uhr)

  • Robert Künzli
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Martin Rainer Leipoldt, Yannick Spanier, Edward Mout, Daniel Eggert, Robert Künzli, Frank Schneiders, Byung Kweon Jun
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Karine Babajanyan, Tobias Schabel
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Gala El Hadidi, Pawel Brozek
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  • Robert Künzli, Karine Babajanyan
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Karine Babajanyan, Robert Künzli
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Karine Babajanyan, Robert Künzli
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Karine Babajanyan, Robert Künzli
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Karine Babajanyan, Chor, vorne Sung-Keun Park, Franziska Abram
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • vorne Robert Künzli, hinten Tobias Schabel, Frank Schneiders, Yannick Spanier, Stefan Adam, Edward Mout, Martin Rainer Leipoldt, Daniel Eggert, Chor der Staatsoper
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Robert Künzli
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Chor der Staatsoper Hannover
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  • Stefan Adam, Karine Babajanyan, Chor der Staatsoper
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  • Karine Babajanyan, Robert Künzli
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture

ZUM STÜCK

Das Bürgertum der Stadt Genua ist in Aufruhr: Seit einigen Wochen verschwinden unter ungeklärten Umständen junge Frauen. Ihr Schicksal, ihr Verbleib: ein Rätsel – doch Schlimmes steht zu befürchten. Die Genueser ahnen nicht, dass hinter diesen Begebenheiten »die Acht« stehen – eine Clique männlicher Sprösslinge von acht bedeutenden Adelshäusern der Stadt. Zügellos leben diese ihre sexuellen Gelüste aus unter dem Motto »Die Schönheit sei Beute des Starken«, töten ihre Opfer, nachdem sie ihre Gier gestillt haben. Ihr Refugium ist eine abgeschiedene Grotte auf einer der Stadt vorgelagerten Insel. Unbeobachtet und ungehindert können sie dort ihre Triebe ausleben, denn das Eiland gehört dem einen unter ihnen, der sich nicht an den Verbrechen beteiligt: Alviano Salvago hat diese Insel namens Elysium mit immensem finanziellen Aufwand zu einem Hort absoluter Schönheit und Harmonie gestalten lassen – als Ausgleich zu seiner eigenen körperlichen Hässlichkeit. Als Alviano von den Machenschaften seiner Standesgenossen erfährt, teilt er ihnen mit, dass er die Insel den Bürgern der Stadt zu übereignen gedenke, und bringt damit Ereignisse ins Rollen, die er nicht mehr kontrollieren kann.

Für seine Schenkung muss er den Podesta der Stadt, den höchsten Vertreter des Bürgertums, treffen – und so kommt es zu einer verhängnisvollen Begegnung mit dessen Tochter Carlotta. Als sie Alviano darum bittet, ihn malen zu dürfen, glaubt er zunächst, sie treibe ein spöttisches, verächtliches Spiel mit ihm, dem Entstellten. Doch sie versichert ihm, als Künstlerin interessiere sie nichts mehr als die Darstellung der Seele und in ihm habe sie eine faszinierende Schönheit entdeckt. Nicht nur ist sie damit die erste Frau, die nicht aufgrund seiner Hässlichkeit vor ihm zurückschreckt, sondern sie weist auch noch die Avancen von Graf Tamare ab, diesem Abbild strotzender Männlichkeit und Anführer der »Acht«.

Das Libretto zu seiner zu Lebzeiten erfolgreichsten Oper »Die Gezeichneten« schrieb Franz Schreker ursprünglich als »Tragödie des hässlichen Mannes« zur Vertonung für seinen Kollegen Alexander von Zemlinsky – doch je länger er daran arbeitete, desto mehr wünschte er sich, den Stoff selbst vertonen zu können. Dieser Wunsch ging in Erfüllung und gab Schreker die Gelegenheit, mit subtilster Instrumentation seine gesamte, leidenschaftlich farbige Klangpalette auszubreiten. Sein Fantasie-Genua inspirierte ihn zu sensualistischer Erotik im Kolorit, seine italienisch-belcantohaften Gesangslinien zeigen Menschen, die gezeichnet sind von leidenschaftlicher Lebenslust und inbrünstiger Lebensgier, von der Unterdrückung von Verlangen und vor allem von dem Bewusstsein der eigenen Fragilität und existentiellen Lebensbedrohung angesichts dieser Zerrissenheit. Immer stärker erhitzt und überdreht sich der erotische Reigen der Protagonisten Alviano, Carlotta und Tamare, bis sie in den Abgrund der Vernichtung und des Wahnsinns taumeln – ein Psychothriller, dessen Uraufführung sich 2018 zum hundertsten Mal jährt.

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Die Ausgezeichneten Hannoversche Allgemeine Zeitung, 08.04.19
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Einfach mal im Klang baden Neue Presse, 08.04.19
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Bedrückend und beklemmend Online Musik Magazin, 08.04.19
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TERMINE & KARTEN

Termine

30.05.19Do 18:30Karten
18.06.19Di 19:30Karten

VIDEO

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Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Mark Rohde
Inszenierung
Johannes von Matuschka
Bühne
Christof Hetzer
Kostüme
Florence von Gerkan
Licht
Elana Siberski
Choreinstudierung
Lorenzo Da Rio
Dramaturgie
Christopher Baumann

Besetzung

Besetzung

Alviano Salvago
Robert Künzli
Antoniotto Adorno/Capitaneo
Stefan Adam
Andrea Vitelozzo Tamare
Brian Davis
Lodovico Nardi
Tobias Schabel
Carlotta Nardi
Karine Babajanyan
Guidobald Usodimare
Edward Mout
Gonsalvo Fieschi
Frank Schneiders
Martuccia
Gala El Hadidi
Menaldo Negroni
Martin Rainer Leipoldt
Pietro
Michael Pflumm
Michelotto Cibo
Byung Kweon Jun
Julian Pinelli
Daniel Eggert
Paolo Calvi
Yannick Spanier
Ginevra Scotti
Ylva Stenberg
Ein Jüngling
Sung-Keun Park
1. Senator
Patrick Jones
2. Senator
Jonas Böhm
3. Senator
Peter Michailov
Ein riesiger Bürger
Marek Durka
Chor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

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Produktion empfohlen ab Klasse 11

 

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