7. Sinfoniekonzert 2018/2019

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 2 c-Moll "Auferstehung"

Dirigent: Ivan Repušić | Solistinnen: Dorothea Maria Marx (Sopran) und Julie-Marie Sundal (Alt)

Gustav Mahler Sinfonie Nr. 2 c-Moll »Auferstehung« (1888 /1893 – 94)

Mo 17.06.19 | 19:30 | Einführung 18:45 | Opernhaus

Abonnement: Konzert-Abo Montag

  • Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Dorothea Maria Marx
    © Thomas M. Jauk
  • Julia-Marie Sundal
    © Thomas M. Jauk
  • Ivan Repušić
    © Thomas M. Jauk

ZUM STÜCK

»Er will das Höchste.« Die Feststellung eines Kritikers nach der Uraufführung von Gustav Mahlers 2. Sinfonie im Dezember 1895 trifft den Anspruch des Komponisten in mehrfacher Hinsicht. Zum einen formal: Nach der viersätzigen Ersten errichtete Mahler ein monumentales fünfsätziges Gebäude mit gewaltigen Außensätzen und einem kreiselnden Scherzo als Dreh- und Angelpunkt in der Mitte des Werks. In die große sinfonische Form integrierte er verschiedene musikalische Gattungen: die sinfonische Dichtung »Todtenfeier« von 1888 als Kopfsatz, seine humoristische »Fischpredigt« aus »Des Knaben Wunderhorn« als Lied ohne Worte für den 3. Satz, das Orchesterlied »Urlicht« als 4. Satz (wiederum auf einen »Wunderhorn«-Text) und – frei nach Beethovens Neunter – ein großes Chorfinale, angeregt durch Klopstocks geistliches Lied »Die Auferstehung«, das Mahler um sechs eigene Strophen erweiterte.

Auch klanglich und dynamisch geht Mahler in die Extreme: mit großer Instrumentalbesetzung des 100-köpfigen Orchesters mit Fernorchester, zwei Solistinnen und Chor; vom musikalischen Furor des Anfangs über den »furchtbaren Aufschrei der gemarterten Seele« (so Mahler) am Ende des 3. Satzes bis zum direkt anschließenden allerzartesten Solo-Einsatz der Altistin im verhallenden Tamtam-Schlag: »O Röschen rot! Der Mensch liegt in größter Not! Der Mensch liegt in größter Pein, viel lieber möchte ich im Himmel sein.«

Von der größten Pein in den Himmel: auch programmatisch greift Mahler nach dem Tiefsten und Höchsten zugleich. Er spannt den Bogen von der Totenfeier für einen gestorbenen Helden bis zum hymnisch besungenen Glauben an Auferstehung und Erlösung. Und, wie der Dirigent Michael Gielen 1996 festhielt: »Mahlers Zweite packt einen, sie ist ergreifend. Er trifft sein Thema in überragendem Maße.« So bedeutete die »Auferstehungssinfonie« (deren Name übrigens nicht von Mahler selbst stammt) für ihn den Durchbruch als Komponist und war seine zu Lebzeiten beim Publikum beliebteste und meistgespielte Sinfonie.

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung

Leitungsteam

Dirigent
Ivan Repušić
Choreinstudierung
Lorenzo Da Rio
Dramaturgie
Swantje Köhnecke

Besetzung

Sopran
Dorothea Maria Marx
Alt
Julie-Marie Sundal
Chor der Staatsoper Hannover
Extrachor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover