Schneewittchen

Ballett von Jörg Mannes

Musik von Pietro Mascagni, Igor Strawinsky, Edvard Grieg, Dmitri Schostakowitsch, Tomer Yariv, Mathias Reumert, Owen Clayton Condon, Fédéric Chopin und Philip Glass

Auf dem Spielplan seit der Uraufführung der Choreographie am 6. Oktober 2018

Sa 13.10.18 | 19:30 | Opernhaus

Abonnement: Mix II

  • Catherine Franco (Schneewittchen), Ensemble
    © Gert Weigelt
  • Catherine Franco (Schneewittchen), Ensemble
    © Gert Weigelt
  • Lilit Hakobyan (Königin 3), Giada Zanotti (Spiegel), Steffi Waschina (Königin 2), Michèle Stéphanie Seydoux (Königin 1)
    © Gert Weigelt
  • Demis Moretti (Jäger), Lilit Hakobyan (Königin 3)
    © Gert Weigelt
  • Michèle Stéphanie Seydoux (Königin 1), Giada Zanotti (Spiegel)
    © Gert Weigelt
  • Steffi Waschina (Königin 2), Ensemble
    © Gert Weigelt
  • Michèle Stéphanie Seydoux (Königin 1)
    © Gert Weigelt
  • Davide Sioni (Prinz), Catherine Franco (Schneewittchen)
    © Gert Weigelt
  • Lilit Hakobyan (Königin 3)
    © Gert Weigelt
  • Giada Zanotti (Spiegel), Catherine Franco (Schneewittchen)
    © Gert Weigelt
  • Michèle Stéphanie Seydoux (Königin 1), Denis Piza (Arzt), Ensemble
    © Gert Weigelt

ZUM STÜCK

Jeder kennt Schneewittchen – aus Erzählungen oder aus dem Märchenbuch, aus Filmen oder aus Comics. Selbst außerhalb des deutschen Sprachraums ist die schöne Prinzessin keine Unbekannte, auch wenn sie nicht unbedingt denselben Namen trägt. Varianten kommen sogar über Europa hinaus in Afrika, Arabien und Asien vor.

Celebrity ist von Vorteil, findet Jörg Mannes, der Schneewittchen jetzt im Tanz zu neuem Leben erweckt. Wie viele Künstler vor ihm reizt ihn die Überzeitlichkeit des Märchens ebenso wie der Reichtum an Bildern und Aspekten. Mannes spielt mit den Inhaltsstoffen der Fassung der Brüder Grimm aus Symbolen, Motiven und Archetypen. Seine Sichtweise ist dabei durchaus heutig. So weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz: Schneewittchen bekommt ihr gutes Aussehen in die Wiege gelegt. Schon mit sieben Jahren ist sie die Schönste im ganzen Land. Das sagt der allwissende Spiegel, den die böse Königin tagtäglich befragt. Ihre Stieftochter als First Beauty. Die Schmach ist nicht hinnehmbar. Und die Königin wird noch böser als zuvor. Unerträglich. Weg mit dem Kind, beschließt sie. Aber sie hat die Kleine unterschätzt, die das Mitleid des gedungenen Mörders erweckt. Schneewittchen flieht in den Wald und findet Unterschlupf bei den sieben Zwergen. Schon wähnt sich die böse Königin als Siegerin, doch der schlaue Spiegel belehrt sie eines Besseren. Da hilft auch keine neue Frisur, kein vorteilhafteres Make-up, kein teures Kleid. Ihre Stieftochter lebt – schöner denn je. Das Mädchen muss sterben. Und die böse Königin nimmt die Sache selbst in die Hand. Unkenntlich in ihrer Verkleidung macht sie sich auf den Weg, den der Zauberspiegel ihr gewiesen hat. Im Zwergenhaus trifft sie Schneewittchen allein an. Geblendet von den schönen Dingen, die die scheinbar Fremde ihr anbietet, vergisst die Entflohene alle Vorsicht. Aber ihr Glück verlässt sie nicht. Die ersten beiden Versuche ihrer eifersüchtigen Stiefmutter, sie mit einem Gürtel zu strangulieren und mit einem vergifteten Kamm zu töten, misslingen.

Der alles entdeckende Spiegel gibt unerbittlich Rechenschaft, und die entthronte Schönheitskönigin wird nicht müde, an ihrem Aussehen zu arbeiten. Doch kein Mittel hilft, sie bleibt die Nummer zwei des Rankings. Für den dritten Mordversuch greift sie erneut zu Gift. Arglos beißt das Mädchen in den präparierten Apfel und stürzt nieder. Die böse Königin genießt ihren Triumph, endlich wieder die Allerschönste zu sein.

Die sieben Zwerge finden Schneewittchen leblos. Voller Trauer legen sie sie in einen gläsernen Sarg. Darin ruht sie wie schlafend für lange Zeit, ohne dass sich ihr Aussehen verändert. Als ein vorbei reisender Königssohn sie so sieht, entbrennt er vor Liebe. Er will sie immer bei sich haben. Beim Transport in sein Schloss fällt sein kostbarer Schatz zu Boden. Der giftige Apfelbissen springt ihr aus dem Hals, und Schneewittchen erwacht. Voller Freude schließt der Prinz seine Prinzessin in die Arme. Beim Hochzeitsfest bekommt die böse Königin ihren letzten großen Auftritt: In rotglühenden Eisenpantoffeln tanzt sie in den Tod.

 

 

 

Neben dem Ballettensemble der Staatsoper Hannover bringt Jörg Mannes die Schlagzeugformation »Rummsfeld« auf die Bühne. Die Schlagzeuggruppe der Staatsoper Hannover begann im Jahr 2001 unter der Leitung von Regisseurin und Dramaturgin Barbara Tacchini erste szenische Schlagzeugabende zu realisieren. Ziel war es, das Instrument Schlagzeug in seiner Vielfalt zu nutzen, um Theaterabende zu kreieren, die über das Genre »Konzert« hinausgehen.

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Wo die wilden Kerle wohnen Hannoversche Allgemeine Zeitung, 08.10.18
mehr
"Schneewittchen": Drei Königinnen, sieben Kleider NDR Kultur, 08.10.18
mehr
Schönheit und Schneewittchen Neue Presse, 08.10.18
mehr
Drei Stiefmütter im Schönheitswahn Cellesche Zeitung, 09.10.18
mehr

TERMINE & KARTEN

Termine

20.12.18Do 19:30Karten

VIDEO

Video

Schneewittchen

Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Mark Rohde
Choreographie
Jörg Mannes
Bühne
Florian Parbs
Kostüme
Alexandra Pitz
Licht
Elana Siberski
Video
Philipp Contag-Lada
Dramaturgie
Brigitte Knöß

Besetzung

Besetzung

Schneewittchen
Catherine Franco
Königin 1
Michèle Stéphanie Seydoux
Königin 2
Steffi Waschina
Königin 3
Lilit Hakobyan
Spiegel
Giada Zanotti
Prinz
Davide Sioni
Ballett der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

Theaterpädagogische Angebote

Produktion empfohlen ab Klasse 5

 

Ein Formular für die Kartenbestellung für Schulklassen unter kasse@staatstheater-hannover.de oder Fax (0511) 9999 1999 finden Sie hier.

 

Tanzpädagogische Angebote für Lehrer erhalten Sie unter bettina.stieler@staatstheater-hannover.de oder Telefon (0511) 9999 1062.