Stella Motina

Geboren in Lugansk in der Ukraine, bekam sie in frühen Jahren ihren ersten Gesangsunterricht. Darauf folgte ihre berufliche Ausbildung an der berühmten Gnessin-Akademie in Moskau, die sie 2011 mit Auszeichnung abschloss. Ihr weiterer Studienweg führte sie an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover in die renommierte Klasse von Prof. Dr. Peter Anton Ling, wo sie den Studiengang Master Operngesang gleichfalls mit Auszeichnung abgeschlossen hat. Ausbildungsbegleitend besuchte sie Meisterkurse bei renommierten Sängerpersönlichkeiten und erhielt so wichtige musikalische Impulse unter anderem vom Teresa Berganza, Elena Obraztsova und Helen Donath.

Im Jahr 2011 wurde Stella Motina an das Theater für Niedersachsen in Hildesheim für die Rolle der Musetta in Giacomo Puccinis »La Bohème« engagiert. Von 2012 bis 2015 war sie Ensemblemitglied der Jungen Oper der Staatsoper Hannover und war neben zahlreichen Rollen in zeitgenössischen Opern unter anderem auch als Frasquita in Georges Bizets »Carmen« und Une Planète in Jean-Philippe Rameaus »Castor et Pollux« zu erleben, aber auch als Tebaldo in Verdis »Don Carlos« sowie als Sand- und Taumännchen in Humperdincks »Hänsel und Gretel«.

In der Spielzeit 2014/15 hat Stella Motina als Gast am Theater Luzern im Rahmen der aufsehenerregenden Neuproduktion »Cantos des Sirena« unter der Regie der international renommierten katalanischen Theatergruppe »La Fura dels Baus« und der musikalischen Leitung von Howard Arman debütiert. Eine weitere Zusammenarbeit führte Sie kurzfristig an das Theater Bremen, wo sie unter Markus Poschner als Frasquita in Georges Bizets »Carmen« am Haus debütierte. Im Dezember 2015 sang sie die gleiche Partie in der Neuproduktion des Theaters Kiel unter der Leitung von Rani Calderon. Im April 2016 gab Stella Motina am Staatstheater Cottbus ihr Rollendebüt als Elisabetta in Giuseppe Verdis »Don Carlos«. In unmittelbarem Anschluss debütierte sie im Mai 2016 als Tatjana in Peter Tschaikowskis »Eugen Onegin« an der Zomeropera Alden Biesen in Belgien unter der musikalischen Leitung von Enrico Delamboye. Auch in der Spielzeit 2017/18 sang sie am Staatstheater Cottbus erneut die Elisabetta und debütiert am Landestheater Linz als Tatjana in »Eugen Onegin«.

Seit der Spielzeit 2017/18 ist die Sopranistin Stella Motina festes Ensemblemitglied an der Staatsoper Hannover. Dort wird sie in der neuen Spielzeit 2018/19 in Jacques Offenbachs »König Karotte« als Prinzessin Kunigunde und in Claudio Monteverdis »Die Krönung der Poppea« als Poppea debütieren. Unter anderem singt sie wieder Maria in Leonard Bernsteins »West Side Story« sowie Erste Dame in Mozarts »Zauberflöte«.

Schon zuvor arbeitete sie eng mit dem Opernhaus als Gast zusammen, in der Saison 2016/17 als Mrs. Gomfit im Rahmen der Neuproduktion von Hans Werner Henzes »Die Englische Katze«, sowie als Zweite Tochter in der Uraufführung der Oper »Lot« von Giorgio Battistelli.

Die junge Sopranistin zeigte schon früh ihre Leidenschaft für Gesang. Mit nur 23 Jahren war sie Finalistin und Preisträgerin des »Concorso Internazionale di Canto Maria Caniglia« in Italien und sicherte sich ein Auslandsstipendium am Teatro Comunale in Sulmona für eine Produktion von Wolfgang Amadeus Mozarts »Così fan tutte«, in der sie die Rolle der Despina mit größtem Erfolg verkörpert hat.

Stella Motina folgte in den vergangenen Jahren auch zahlreichen Einladungen zu Musikfestivals, so nach Rimini (Italien), Kaunas (Litauen) und Perm (Russland). Konzerte führten Sie unter anderem mit dem Berolina Trio in die Berliner Philharmonie, wo sie mit Liedern und Romanzen von Dmitri Schostakowitsch zu erleben war. Stella Motina spricht fließend Deutsch, Russisch, Englisch und Italienisch. Sie lebt in Hannover und Moskau.