Steffen Tiggeler

Inszenierung »Hänsel und Gretel«

Steffen Tiggeler, geboren in Mönchengladbach, erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Musischen Gymnasium in Frankfurt, eine Internatsschule zur Hochbegabtenförderung, bevor er an der Musikhochschule in Detmold ein Studium als Dirigent aufnahm. Nach Tätigkeit am Theater Mönchengladbach/Krefeld folgte eine Weichenstellung: Steffen Tiggeler wechselte 1957 als Regisseur an die Staatsoper Hannover, deren Oberspielleiter er später wurde.

Neben seiner künstlerischen Berufung lag Steffen Tiggeler stets auch die musische Bildung der Jugend am Herzen. Im Jahr 1975 kam er so als Fachbereichsleiter Musik an die Schule Schloss Salem. Mit den Inszenierungen namhafter Musicals wie »My Fair Lady«, »Anatevka« und vieler anderer begründete Steffen Tiggeler eine Tradition an der Internatsschule, die bis heute Bestand hat. 1986 folgte er dann einer Berufung als Gründungsdirektor der »Bundesakademie für kulturelle Bildung« nach Wolfenbüttel.

Eine besondere Beziehung verband Steffen Tiggeler mit Bayreuth. 20 Jahre lang war er bei den Festspielen persönlicher Assistent von Wolfgang Wagner, betreute dessen Inszenierungen und zeichnete mitverantwortlich für zahlreiche Fernsehaufzeichnungen. Mit einer olympischen Medaille wurde Tiggeler ausgezeichnet, als er 1972 im Rahmen des Kulturprogramms der Münchener Sommerspiele eine Oper uraufführte. Mit »Ordo Virtutum« entdeckte er liturgische Kompositionen von Hildegard von Bingen wieder neu. Rekordverdächtig ist schließlich Steffen Tiggelers Inszenierung von Humperdincks »Hänsel und Gretel«, die seit 1964 ohne Unterbrechung in Hannover läuft.

Steffen Tiggeler verstarb im August 2013 in Überlingen am Bodensee.

Spielzeit 18/19

Hänsel und Gretel

Inszenierung