Jonas Böhm

Jonas Böhm, 1992 in Flensburg geboren, erhielt bereits früh eine private Instrumentalausbildung im Fach Violine sowie ersten Gesangsunterricht und sang in zahlreichen Chören und Vokalensembles. 2012 nahm der junge Bariton seine Gesangsstudien an der Universität der Künste Berlin auf. Das Bachelorstudium absolvierte er in der Klasse von Beatrice Niehoff, für das Masterstudium mit dem Schwerpunkt Oper wechselte er in die Klasse von Ks. Markus Brück. Seine szenische Ausbildung wurde stark von Frank Hilbrich geprägt, wichtige Impulse zur Liedgestaltung erhielt er in Kursen mit Eric Schneider, Axel Bauni und Thomas Hampson.

In Inszenierungen von Frank Hilbrich und unter der musikalischen Leitung von Errico Fresis war Jonas Böhm in Opernproduktionen der UdK Berlin als Graf von Lusignan in Aribert Reimanns Oper »Melusine«, als Don Alvaro in Rossinis »Die Reise nach Reims« und als Titta in Giuseppe Sartis »Fra i due litiganti il terzo gode« zu erleben. In Werkstattabenden und Stückentwicklungen des Studiengangs sang er die Partien des Papageno in »Die Zauberflöte« und Baron Zeta in »Die lustige Witwe und ihre Freundinnen«. Im Sommer 2018 verkörperte er im Opernabend TROIS FEMMES die Partien des Boniface in Jaques Iberts »Angélique« sowie des Ramiro in Ravels »L’heure espagnole«.

Sein Debüt als Peter Besenbinder in »Hänsel und Gretel« gab Jonas Böhm im Juli 2017 in einer Inszenierung von Corinna Tetzel und unter der musikalischen Leitung von Patrick Lange bei der Jungen Oper Weikersheim/Jeunesses Musicales Deutschland. Eine konzertante Aufführung der Oper fand im Rahmen des Rheingau Musik Festivals im Kloster Eberbach statt.

Im Frühjahr 2018 sang Jonas Böhm in der Uraufführung des Singspiels »Wundernetz | Rete Mirabile« der Berliner Komponistin Ulrike Haage im Museum für Naturkunde Berlin. Ein Mitschnitt der Uraufführung wurde seither vom Südwestrundfunk und dem Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlt. Beim Label Rondeau erschien im Herbst 2016 seine erste CD-Einspielung, die Vokalwerken von Antonio Caldara gewidmet ist.

Jonas Böhm ist bereits jetzt ein gefragter Oratoriensolist in Berlin und im norddeutschen Raum. Zu seinem Repertoire gehören die Christusworte in Bachs »Matthäus-Passion« ebenso wie die Solopartien im »Weihnachtsoratorium«, Händels »Israel in Egypt«, Brahms' »Ein deutsches Requiem« sowie den »Requiem«-Vertonungen von Mozart und Fauré. Konzertengagements führten den Bariton unter anderem in den großen Saal der Berliner Philharmonie, den Pierre Boulez Saal, zu den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, nach Budapest und nach Sønderborg (Dänemark). Am Karfreitag 2017 sang Jonas Böhm die Christusworte in Bachs »Johannes-Passion« mit dem Berliner Figuralchor im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie.

Jonas Böhm ist Gewinner des 4. Talente Campus des Philharmonischen Chores Berlin, Preisträger in der Ensemblebewertung der Pogge-von-Ranken-Stiftung und war Finalist im Juniorwettbewerb des Bundeswettbewerb Gesang 2014. Für den Sommer 2018 erhielt er vom Richard-Wagner-Verband Berlin-Brandenburg e.V. das Bayreuth-Stipendium. Weitere Stipendien erhielt er von der Heinz-Wüstenberg-Stiftung, der Nikolaus-Reiser-Stiftung sowie vom Studienförderwerk Klaus Murmann.

Seit der Spielzeit 2018/19 gehört Jonas Böhm zum Ensemble der Staatsoper Hannover und wirkt in dieser Spielzeit als Papageno in der Wiederaufnahme »Die Zauberflöte« sowie in den Neuproduktionen von Manfred Trojahns »Was ihr wollt«, Schrekers »Die Gezeichneten« und Monteverdis »Krönung der Poppea« mit.

Spielzeit 18/19

Die Gezeichneten

2. Senator

Die Krönung der Poppea*

Liberto/Littore/3.Famigliari/Consul

Die Zauberflöte

Papageno

Ein Sommernachtstraum*

Demetrius

Was ihr wollt

Sebastiano