Stephen Langridge

Inszenierung »Tristan und Isolde«

Mitte August wurde bekannt: Der Regisseur der hannoverschen Neuproduktion von »Tristan und Isolde« übernimmt ab Frühjahr 2019 die Künstlerische Leitung der Glyndebourne Festival Opera. Dem Festival ist der 1963 geborene Londoner bereits seit ersten Arbeiten in den 1990er Jahren verbunden, als er sogenannte Education Projekte mit Laien inszenierte, darunter auch zwei Uraufführungen des Komponisten John Lunn. Der Förderung zeitgenössischen Musiktheaters – insbesondere von Harrison Birtwistle – kommt in Langridges Arbeit eine zentrale Bedeutung zu, ebenso wie die Arbeit mit Jugendlichen und Laien aus unterschiedlichen Zusammenhängen. So inszenierte er Bernsteins »West Side Story« und Shakespeares »Julius Cäsar« mit Häftlingen englischer Justizvollzugsanstalten und erarbeitete in südafrikanischen Townships das Musiktheaterprojekt »Ngoma«. Als freier Regisseur ist er international gefragt: Seine Inszenierungen führten ihn an die großen Häuser Großbritanniens – Royal Opera House Covent Garden (»The Minotaur«, »Parsifal«), Opera North und Scottish Opera – sowie nach Übersee, so zum Beispiel an die Griechische und die Portugiesische Nationaloper, die Lyric Opera of Chicago (»Fausts Verdammnis«), die Opernhäuser von Tokio (»L’Orfeo«), Rom, Bordeaux, Nantes, Stockholm (»Lohengrin«), Oslo (»Madame Butterfly«) und Malmö (»Salome«), die Wiener Volksoper (»Rigoletto«) und die Festspiele von Bregenz (»Blaubart«) und Salzburg (»Otello«). Seit 2013 ist Langridge Künstlerischer Leiter der Göteborgs Operan in Schweden, wo er nach u.a. »Die Hochzeit des Figaro«, »Hamlet« und »Elektra« ab der Saison 2018/19 mit »Das Rheingold« seine Inszenierung des wagnerschen »Ring«-Zyklus beginnt.

Spielzeit 18/19

Tristan und Isolde

Inszenierung