Frank Hilbrich

Inszenierung »Die Zauberflöte«

Frank Hilbrich wurde in Bremen geboren und sammelte seine ersten Theatererfahrungen im Jugendclub des Bremer Schauspiels unter Günter Krämer. Kurzzeitig war er als Schauspieler tätig, bevor er Regieassistent am Bremer Theater und später an der Staatsoper Stuttgart unter Intendant Klaus Zehelein wurde. Dort kam es zur Zusammenarbeit u.a. mit den Regisseuren Ruth Berghaus, Jossi Wieler und besonders Hans Neuenfels, die ihn nachhaltig prägten. Im Anschluss an die Assistenzzeit war er für drei Jahre Chefregisseur des Musiktheaters am Staatstheater Schwerin, seit 2002 ist er freiberuflich tätig.

Hilbrich ist regelmäßiger Gast an zahlreichen Opernhäusern und Theatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zuletzt erregte er Aufmerksamkeit mit der Uraufführung von Giorgio Battistellis »Lot« an der Staatsoper Hannover. Weitere wichtige Arbeiten der letzten Jahre waren die Uraufführung von Hans Thomallas »Kaspar Hauser« am Theater Freiburg, Verdis »Rigoletto« am Aalto-Musiktheater Essen, Henzes »Die Bassariden« am Nationaltheater Mannheim und Janáčeks »Das schlaue Füchslein« an der Dresdner Semperoper. Zahlreiche seiner Arbeiten wurden in Kritikerumfragen zur »Inszenierung des Jahres« oder »Aufführung des Jahres« nominiert.

Von 2005 bis 2013 lag ein besonderer Schwerpunkt von Hilbrichs Arbeit auf dem Werk Richard Wagners. Nach »Parsifal« in Kiel und »Die Meistersinger von Nürnberg« in Halle (2007) erarbeitete er bis 2013 den kompletten »Ring des Nibelungen«, »Lohengrin« und erneut »Parsifal« in einer viel beachteten Wagner-Reihe am Theater Freiburg. In den letzten Jahren trat Frank Hilbrich verstärkt mit Aufführungen von Werken des 20. Jahrhunderts und Uraufführungen hervor. Wichtige Inszenierungen waren unter anderem Brittens »The Turn of the Screw« (Theater Bremen/Nationaltheater Mannheim), Kreneks »Jonny spielt auf« (Nationaltheater Weimar), die Uraufführung von Richard Ayres »Peter Pan« (Oper Stuttgart) sowie eine Reihe von Inszenierungen an der Staatsoper Hannover (Hartmanns »Simplicius simplicissimus«, Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk« und Glanerts »Caligula«).

Weitere Inszenierungen führten ihn unter anderem an das Theater Basel, die Bregenzer Festspiele, das Staatstheater Saarbrücken und die Komische Oper Berlin. Mit Künnekes »Der Vetter aus Dingsda« am Theater Bremen und Kálmáns »Die Csárdásfürstin« am Theater Freiburg gelangen zusätzlich zwei begeistert aufgenommene Aufführungen im Bereich Operette.

Seit Jahren engagiert er sich stark in der szenischen Ausbildung junger Sänger. Nach Lehrtätigkeiten als Dozent in Budapest und Basel ist er seit Herbst 2013 Professor für szenischen Unterricht an der Universität der Künste in Berlin, wo er mit Studierenden zu Aribert Reimanns 80. Geburtstag eine Aufführung von dessen »Melusine« erarbeitete.

Spielzeit 18/19

Die Zauberflöte

Inszenierung