Anna Moser

Die Sopranistin Anna Moser wurde in Pfaffenhofen (Ilm) geboren. Sie studierte Gesang bei Prof. Josef Loibl und Prof. Reri Grist an der Hochschule für Musik und Theater München und entdeckte dort in den Liedklassen bei Prof. Erik Werba und Prof. Helmut Deutsch ihre große Liebe zum Lied. Sie sang im Madrigalchor und im Bayrischen Rundfunkchor und schloss ihr Studium mit Meisterklassendiplom für Oper und Konzert ab. Gleichzeitig ist sie staatlich geprüfte Gesangspädagogin.

Sie trat unter Dirigenten wie Seiji Ozawa, Sir Colin Davis und Leonard Bernstein auf und musizierte mit Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, dem Bayrischen Rundfunkorchester und dem Boston Symphony Orchestra.

Als Stipendiatin der Richard-Wagner-Stiftung sang sie bei den Bayreuther Jugendfestspielen die Hauptpartie der Dora in Franz Hummels »Blaubart«, war Preisträgerin diverser Wettbewerbe und machte zahlreiche Rundfunk-, Tonträger- und Fernsehaufnahmen (SWR, ZDF, WDR).

Anna Moser war in zahlreichen Opern-, Operetten- und Musicalproduktionen sowie als Konzertsängerin zu erleben: In Festengagements am Theater Ulm und am Pfalztheater Kaiserslautern sowie als Gast war sie unter anderem am Gärtnerplatztheater, am Nationaltheater Mannheim, am Cuvilliés-Theater München, am Theater St. Gallen, am Theater am Turm Frankfurt und auf Kampnagel in Hamburg zu hören. Sie wurde zu renommierten Festivals wie dem Tanglewood Music Festival in den USA, dem Festival de Musique Sacrée Nizza und dem Musikkultur Heute/Festival der Bundesrepublik Deutschland (Tournee durch Moskau, Sankt Petersburg, Riga und Tallinn) eingeladen.

Ihr Opernrepertoire umfasst Rollen wie der Pamina und der 1. Dame in »Die Zauberflöte«, der Susanna in »Die Hochzeit des Figaro«, der Zerlina in »Don Giovanni«, der Gretel in »Hänsel und Gretel«, der Nannetta in »Falstaff«, der Dora in »Blaubart«, der Ninetta in »Die Liebe zu den drei Orangen«, der Mutter Ubu in »König Ubu«, der Nuri in »Tiefland«, des Ännchens in »Der Freischütz« und der Lucille in »Dantons Tod«.

Im Bereich der Operette übernahm sie unter anderem die Partie der Hanna Glawari in »Die lustige Witwe«, der Angèle Didier in »Der Graf von Luxemburg«, der Evelyne Valera in »Maske in Blau« und der Annina in »Eine Nacht in Venedig«.

Zudem interpretierte sie die Schwester Robert Anne in dem Musical »Non(n)sens«.

In Konzert und Oratorium führte sie nahezu das gesamte Repertoire ihres Fachs auf und ihre Liebe zum Lied brachte sie in zahlreichen Liederabenden zu Gehör. Anna Moser ist seit 1996 festes Mitglied des Chors der Staatsoper Hannover.