Werther*

Oper von Jules Massenet

Drame lyrique in vier Akten und fünf Bildern (1892)
Text von Edouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann

nach dem Roman »Die Leiden des jungen Werther« von Johann Wolfgang von Goethe (1774/1787)
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Premiere der Inszenierung am 23. Mai 2015

Premiere | Sa 23.05.15 | 19:30 | Opernhaus

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  • Philipp Heo (Werther), Monika Walerowicz (Charlotte)
    © Jörg Landsberg
  • Monika Walerowicz (Charlotte)
    © Jörg Landsberg
  • Philipp Heo (Werther), Monika Walerowicz (Charlotte)
    © Jörg Landsberg
  • Philipp Heo (Werther)
    © Jörg Landsberg
  • Philipp Heo (Werther)
    © Jörg Landsberg
  • Ina Yoshikawa (Sophie), Christopher Tonkin (Albert)
    © Jörg Landsberg
  • Monika Walerowicz (Charlotte), Philipp Heo (Werther)
    © Jörg Landsberg
  • Philipp Heo (Werther)
    © Jörg Landsberg
  • Monika Walerowicz (Charlotte), Ensemble
    © Jörg Landsberg
  • Monika Walerowicz (Charlotte)
    © Jörg Landsberg
  • Monika Walerowicz (Charlotte)
    © Jörg Landsberg
  • Philipp Heo (Werther), Monika Walerowicz (Charlotte)
    © Jörg Landsberg
  • Philipp Heo (Werther), Monika Walerowicz (Charlotte), Francisca Prudencio (l., Schwester)
    © Jörg Landsberg
  • Philipp Heo (Werther), Monika Walerowicz (Charlotte)
    © Jörg Landsberg
  • Monika Walerowicz (Charlotte), Philipp Heo (Werther)
    © Jörg Landsberg

ZUM STÜCK

Diese Liebe ist zum Scheitern verurteilt: Werther lernt die junge Charlotte kennen, die jedoch ihrer auf dem Sterbebett liegenden Mutter das Versprechen gegeben hat, den braven Albert zu heiraten. Bezeichnenderweise entwickelt sich die erste tiefergehende Unterhaltung zwischen Charlotte und Werther anlässlich ihres Abschieds nach einem gemeinsam erlebten Fest. Zwei Seelen erkennen sich, doch sie ahnen, dass die Realität von Verpflichtungen und Versprechen sich zwischen sie drängen wird. Ihre Liebe verlangt von Charlotte und Werther Entsagung – und weitere Abschiede: Erst als Werther abgereist ist, sich der Präsenz  der unerreichbaren Angebeteten entzogen hat, kann Charlotte ihre Liebe zu ihm für sich realisieren – ihm gegenüber aussprechen kann sie sie erst, nachdem Werther sich während eines letzten weihnachtlichen Besuchs mit Alberts Pistolen selbst gerichtet hat.

Den Gedanken, eine Oper über den Stoff von Goethes »Die Leiden des jungen Werther« zu schreiben, fasste Massenet, wie er in seiner Autobiographie »Mes souvenirs« erzählt, auf Anregung seines Verlegers Hartmann. Nach einem gemeinsamen Besuch der Festspiele in Bayreuth im Sommer 1885 besichtigten sie in Wetzlar das Haus, in dem Goethes Werther entstanden war. Hartmann gab Massenet dort eine Übersetzung des Romans in die Hand,  die Massenet sofort in einem Bierlokal las. Ergriffen von der Liebesszene, die aus Werthers und Lottes Ossian-Lektüre hervorgeht, entschloss er sich zur Komposition. Nach Abschluss der Arbeit im Mai 1887 spielte Massenet die Partitur dem Direktor der Opéra Comique, Léon Carvalho, vor. Dieser war wegen des tristen Themas enttäuscht, hatte er doch ein weiteres Werk mit der Farbigkeit »Manons« (Paris 1884) erwartet. »Werther« lag in der Folge mehrere Jahre auf Eis, bis sich die Wiener Hofoper nach dem dortigen Erfolg von »Manon« für Massenets Umsetzung des Goetheschen Stoffs interessierte. Die deutschsprachige Uraufführung im Jahr 1892 geriet zu einem grandiosen Erfolg.

Leicht hätte Jules Massenets Werther in Deutschland dasselbe Schicksal ereilen können wie die Faust-Vertonung seines französischen Landsmannes Charles Gounod, basierten doch beide auf epochalen Werken Goethes. Beide Adaptionen nehmen sich große Freiheiten im Umgang mit diesen quasi unantastbaren deutschen »Literaturheiligtümern«, setzen den sehnsuchtsgetriebenen Helden eine ebenso starke, aber ebenso dem Untergang geweihte Heldin entgegen. Doch während Gounods »Faust« jahrzehntelang auf deutschen Opernspielplänen als Marguerite aufgeführt wurde, blieb Massenets Drame lyrique von einer Umbenennung verschont. Denn Massenets raffinierter Umgang  mit der Sprache, die gelungene Mixtur von féminité und fatalité, seine mal sensible, mal rauschhafte Widerspiegelung der emotionalen Wirrnisse beider Hauptfiguren durch das Orchester nahmen Goethes »Leiden des jungen Werther« zwar nicht wörtlich, aber beim stürmenden und drängenden Wort – und machten dadurch Massenets Bearbeitung zu einem Fixpunkt des französischsprachigen Opernrepertoires.

ZUR INSZENIERUNG

Charlottes Schwestern werden dargestellt von:

Anna Bürk / Karine Minasyan / Francisca Prudencio / Rebekka Wiemers / Julia Faustina Baranowski-Walerowicz / Miriam Baranowski-Walerowicz / Catharina Deege* / Ana Chiara Huerta Delacor* / Sarah Hinz* / Leah-Marie Zehler*

 

* Mitglied des Kinderchors der Staatsoper Hannover

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Glückstag mit »Werther« DEWEZET, 26.05.15
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Crash des Lebens Hannovesche Allgemeine Zeitung, 26.05.15
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Selbstmord mit VW BULLI Neue Presse, 26.05.15
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Noch besser als »Mad Men«, höchst anschauens- und hörenswert www.deropernfreund.de, 25.05.15
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Werther Das Opernglas, 01.07.15
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Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Anja Bihlmaier
Inszenierung
Bernd Mottl
Bühne
Friedrich Eggert
Kostüme
Alfred Mayerhofer
Licht
Susanne Reinhardt
Choreinstudierung
Dan Ratiu
Dramaturgie
Christopher Baumann

Besetzung

Besetzung

Werther
Philipp Heo
Albert
Christopher Tonkin
Charlotte
Monika Walerowicz
Sophie
Ina Yoshikawa
Der Amtmann
Michael Dries
Schmidt
Latchezar Pravtchev
Johann
Daniel Eggert

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

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Produktion empfohlen ab 14 Jahren

 

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* in Originalsprache mit deutschen Übertiteln