Besondere Abende in Oper und Ballett 2018/19

In der Spielzeit 2018/19 erwartet Sie eine Reihe besonderer Abende: Zum Abschluss der Intendanz von Dr. Michael Klügl werden noch einmal einige prominente Wegbegleiter auftreten. Darüber hinaus dürfen sich die Zuschauer auf ein Tanz-Gastspiel der Sonderklasse freuen. Diese drei Vorstellungen ersetzen die bisherigen Festlichen Opernabende, sind aber in ihrer Preisgestaltung wesentlich moderater.

 

 

Tristan und Isolde
28. Oktober 2018

 

Einen der bedeutendsten Heldentenöre unserer Tage kann das Publikum der Staatsoper Hannover in der vermutlich anspruchsvollsten Tenorpartie des Opernrepertoires erleben: Stephen Gould singt Tristan. Seinen Durchbruch erlebte der US_Amerikaner am Landestheater Linz, wo er etliche seiner Glanzpartien erstmals singen konnte. Seither reißen sich die Besetzungsbüros auf der ganzen Welt um den Tenor, zu dessen Karrierehöhepunktn die Auftritte in den großen Wagner- und Strauss-Partien bei den Bayreuther und Salzburger Festspielen zählen.

Okka von der Damerau kam 2006 im Erstengagement an die Staatsoper Hannover und übernahm dort eine Vielzahl von Rollen, u.a. die Erda in Barrie Koskys legendärer »Ring«-Inszenierung. INzwischen zählt sie zu den Stars der Bayerischen Staatsoper München, wo sie u.a. als Ulrica in Verdis »Ein Maskenball« einen großen persönlichen Erfolg feierte. Daneben singt sie auch an der Chicago Lyric Opera, der Mailänder Scala und der Wiener Staatsoper.

 

 

 

Nederlands Dans Theater
4. Dezember 2018

 

Hervorgegangen aus Het Nationale Ballet, ist das Nederlands Dans Theater auch im 60. Jahr seines Bestehens die bedeutendste Tanzkompanie der Niederlande und einer der begehrtesten kulturellen »Exportartikel« unserer nordwestlichen Nachbarn. Hans van Manen und Glen Tetly prägten die von Anbeginn im Zeichen der Avantgarde stehende Ästhetik des kurz NDT genannten Tanzensembles. In den 1980er und 1990er Jahren war es vor allem Jiří Kylián, der das Profil der Kompanie schärfte und prägte. Augenblicklich sind Sol León und Paul Lightfoot die Hauschoreographen der Kompanie.

Der dreiteilige Abend, mit dem die Niederländer in Hannover gastieren, beinhaltet ein neues Stück der preisgekrönten Choreographin Crystal Pite. Auch ein neues Stück von Hannovers designiertem Ballettchef Marco Goecke haben die knapp 30 Ausnahmetänzerinnen und -tänzer im Gepäck. Vom hohen choreographischen Niveau der Truppe kann man sich dank »Singulière Odyssée«einen Eindruck verschaffen, das Sol León und Paul Lightfoot für ihre Tänzer vom NDT kreiert haben.

 

 

 

Die Zauberflöte
3. Februar 2019

 

Mit seiner Darstellung des Hagen in Frank Castorfs Bayreuther Inszenierung von Wagners »Der Ring des Nibelungen«wurde der Bass Albert Pesendorfer weltweit bekannt. Als Gurnemanz (»Parsifal«), Landgraf Hermann (»Tannhäuser«), König Heinrich (»Lohengrin«) oder König Marke (»Tristan«) ist Pesendorfer an so bedeutenden Opernhäusern wie der Deutschen Oper Berlin oder dem New National Theatre Tokyo zu Gast. Große Wagnerpartien hat er aber schon während seiner Zeit als Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover gesungen. Unvergessen ist er als Hagen in Barrie Koskys »Ring«-Inszenierung. Im komödiantischen Fach hat er sich ebenfalls bewährt: seinen Baron Ochs in Richard Strauss’ »Der Rosenkavalier« haben viele Besucher noch in bester Erinnerung.

Während seiner hannoverschen Zeit hat Pesendorfer auch den Sarastro in Mozarts »Die Zauberflöte« gesungen, eine Rolle, die stets im Zentrum seines inzwischen über siebzig Partien umfassenden Repertoires stand. In Frank Hilbrichs Inszenierung von Mozarts »Die Zauberflöte« ist Pesendorfer im Februar 2019 zu erleben.