Was ihr wollt

Oper von Manfred Trojahn

Oper in vier Akten (1998)

Text von Claus H. Henneberg nach William Shakespeares »Twelfth Night«

In deutscher Sprache

Premiere dieser Inszenierung am 8. Dezember 2018

Fr 14.12.18 | 19:30 | Einführung 19:00 | anschließend Publikumsgespräch mit Manfred Trojahn im Laves-Foyer | Opernhaus

Abonnement: Mix IV | Big Mix Schauspiel

  • Ania Vegry (Viola/Cesario), Statisterie
    © Jörg Landsberg
  • Simon Bode (Orsino), hinten: Ania Vegry (Viola/Cesario)
    © Jörg Landsberg
  • Ensemble
    © Jörg Landsberg
  • vorne: Ania Vegry (Viola/Cesario), Martin Berner (Narr), hinten: Mohsen Rashidkhan, Jong-Soo Ko (vier Männer), Statisterie
    © Jörg Landsberg
  • Stefan Adam (Sir Toby Belch), Edward Mout (Sir Andrew Aguecheek)
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis (Malvolio), Ania Vegry (Viola/Cesario), Dorothea Maria Marx (Olivia)
    © Jörg Landsberg
  • Edward Mout (Sir Andrew Aguecheek), Stefan Adam (Sir Toby Belch)
    © Jörg Landsberg
  • Stefan Adam (Sir Toby Belch), Dorothea Maria Marx (Olivia)
    © Jörg Landsberg
  • Dorothea Maria Marx (Olivia), Ania Vegry (Viola/Cesario)
    © Jörg Landsberg
  • Dorothea Maria Marx (Olivia), Brian Davis (Malvolio)
    © Jörg Landsberg
  • Stefan Adam (Sir Toby Belch), Brian Davis (Malvolio), Julia Sitkovetsky (Maria)
    © Jörg Landsberg
  • Simon Bode (Orsino), Dorothea Maria Marx (Olivia)
    © Jörg Landsberg
  • Jonas Böhm (Sebastiano), Ania Vegry (Viola/Cesario)
    © Jörg Landsberg
  • Dorothea Maria Marx (Olivia), Simon Bode (Orsino), Ania Vegry (Viola/Cesario)
    © Jörg Landsberg
  • Mitte: Jonas Böhm (Sebastiano), Ania Vegry (Viola/Cesario), hinten: Martin Berner (Narr), liegend: Dorothea Maria Marx (Olivia), Simon Bode (Orsino)
    © Jörg Landsberg
  • Mitte: Martin Berner (Narr), Brian Davis (Malvolio), hinten: Stefan Adam (Sir Toby Belch), Edward Mout (Sir Andrew Aguecheek), Julia Sitkovetsky (Maria)
    © Jörg Landsberg

ZUM STÜCK

»So voll von Phantasien ist Liebe, dass nur sie phantastisch ist.« In einem phantastischen Spiegelkabinett der Liebe verirren sich die Figuren in Shakespeares Komödie »Was ihr wollt«, deren originaler Haupttitel »Twelfth Night« auf das Dreikönigsfest verweist, das im Mittelalter Abschluss und ausgelassener Höhepunkt der weihnachtlichen Feierlichkeiten war, wo wie in einer Art Karneval die gesellschaftliche Ordnung mit Rollentausch, auch der Geschlechterrollen, auf den Kopf gestellt und ein »Herr der Unordnung« zum Zeremonienmeister gekürt wurde.

In Unordnung geraten denn auch die Gefühle der Protagonisten der turbulenten Handlung, in der nichts mehr ist, was es zu sein scheint. Durch ein Schiffsunglück verschlägt es die junge Viola an den Strand von Illyrien. Ihren Zwillingsbruder Sebastian, der ebenfalls an Bord war, hat sie aus den Augen verloren und hält ihn für tot. In Männerkleidern als Page Cesario tritt sie in den Dienst des Herzogs Orsino, der sogleich Vertrauen zu dem schönen vermeintlichen Jungen fasst und ihn als Postillon d’amour bei Gräfin Olivia benutzt, in die der Herzog unsterblich verliebt ist, sie aber nicht in ihn. Stattdessen findet Olivia Gefallen an Cesario-Viola, die sich wiederum in Orsino verliebt, ohne ihm ihre Identität offenbaren zu können. Zu allem Überfluss wird Olivia bedrängt von zwei verlotterten Edelmännern, der eine ihr Onkel Toby, der sich die Reichtümer seiner Nichte unter den Nagel reißen will, indem er sie mit seinem Saufkumpan Andrew zu verkuppeln gedenkt. Und damit der karrieregeile Verwalter Malvolio nicht dazwischenfunkt, benutzt man dessen stille Liebe zu Olivia für einen üblen Streich, der den respektablen Mann zur Witzfigur macht. Als schließlich aber Violas Zwillingsbruder, der den Schiffbruch überlebt hat, auf der Szene erscheint, halten ihn alle zunächst für Cesario. Dass er die für ihn überraschenden Avancen Olivias erwidert, macht ihn für Orsino zum Verräter. Erst Viola löst das Chaos auf, indem sie sich demaskiert und damit Orsino erkennen lässt, warum er Gefühle für seinen Pagen entwickelt hat. Olivia aber bekommt ihren geliebten Cesario in der Zwillingsausführung.

Wenn auch am Schluss alles wieder in Ordnung zu sein scheint, so bewegen sich die Figuren doch ständig am Rand des Wahnsinns, und es ist eine Ironie der Geschichte, dass der Hausnarr offenbar den klarsten Verstand besitzt, während ausgerechnet der Kontrollierteste von allen, der Hüter der Ordnung Malvolio, als der Wahnsinnigste erscheint, der sich zum Narren macht in diesem phantastischen Spiel der Täuschungen, der Spiegelungen, des Identitäts-verlusts, der unbewussten Selbstentlarvung – ein Spiel voller doppelbödigem Witz und Ironie.

Nach der blutigen Tragödie »Orest« in der Spielzeit 2012 /13 zeigt die Staatsoper Hannover mit der 1998 in München uraufgeführten Oper »Was ihr wollt« eine andere Facette des Opernschaffens von Manfred Trojahn: eine wahnwitzige und abgründige Komödie über die Irrungen und Wirrungen menschlichen Seins.

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

WAS IHR WOLLT Der Opernfreund, 09.12.18
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Ruhe im Karton HAZ, 10.12.18
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HANNOVER: WAS IHR WOLLT von Manfred Trojahn. Premiere Online Merker, 09.12.18
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Shakespeare-Oper »Was Ihr wollt« feiert erfolgreich Premiere an der Niedersächsischen Staatsoper kreiszeitung.de, 10.12.18
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»Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist...« – Trojahns »Was Ihr wollt« in Hannover Neue Musikzeitung Online, 10.12.18
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Karton, Karton, Karton: Hier wird »Was ihr wollt« geliefert Neue Presse, 10.12.18
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Was Ihr Wollt - oder nicht wollt ... Opera Online, 10.12.18
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TERMINE & KARTEN

Termine

14.12.18Fr 19:30Karten
27.12.18Do 19:30Karten
05.01.19Sa 19:30Karten
08.01.19Di 19:30Karten
20.01.19So 18:30Karten

Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Mark Rohde
Inszenierung
Balázs Kovalik
Bühne
Hermann Feuchter
Kostüme
Angelika Höckner
Licht
Holger Klede
Dramaturgie
Klaus Angermann

Besetzung

Besetzung

Orsino
Simon Bode
Olivia
Dorothea Maria Marx
Viola/Cesario
Ania Vegry
Malvolio
Brian Davis
Maria
Julia Sitkovetsky
Sir Toby Belch
Stefan Adam
Sir Andrew Aguecheek
Edward Mout
Narr
Martin Berner
Sebastiano
Jonas Böhm
Antonio
Michael Dries
Vier Männer/Vier Gerichtsdiener
Tadeusz Slowiak /
Thomas Kubitza /
Mohsen Rashidkhan /
Jong-Soo Ko
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

Theaterpädagogische Angebote

Produktion empfohlen ab Klasse 11

 

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