Pressestimmen zu »Paradiso«

Engelchen, Engelchen, flieg!

Jenseits von Eden: In "Paradiso", dem neuen Ballett von Jörg Mannes, ist vor allem die Musik höllisch gut

Hannovers Ballettchef Jörg Mannes inszeniert "Paradiso" als episodenhaftes Stück, das von der Glücksuche jenseits von Eden erzählt.

 

Tänzerisch überzeugt vor allem Patrick Michael Doe, der im zweiten Akt seinen Auftritt als der mysteriöse "Herr V" hat; eine Figur, die ihr Seelenheil in Macht und Geld sieht. Kraftvoll, dynamisch, sprunggewaltig und mit ausdrucksstarker Präsenz gibt Doe den dominanten Siegertypen.

 

Die Zuschauer feiern mit minutemlangen Applaus ein bravouröses Ensemble und Orchester, vor allem aber einen höllisch guten Giovanni Sollima.

+ 15.06.15 + Hannoversche Allgemeine Zeitung + Kerstin Hergt +

Im Paradies wird gebadet

Elf Minuten Applaus: Neus Ballett "Paradiso" in der Oper

Patrick Michael Doe tanzt das Paradies der "Macht", ein extrem körperbetontes Solo mit vollem Muskeleinsatz - wenn so die Macht aussieht, kann sie verdammt verführerisch sein.

 

Die Musik von Giovanni Sollima ist ein Glücksfall, sie pulsiert minimalistisch, erinnert bisweilen an die Filmmusik eines Michael Nyman und treibt gern auch mal jazzig nach vorne.

 

Ein Abend mehr für den Bauch als den Kopf. Und genau das kann ja auch paradiesisch sein.

+ 15.06.15 + Neue Presse + Henning Queren +

Feuerwerk der Sinne

Es wird keine Geschichte erzählt, sondern viele Geschichten wunderbar in Szene gesetzt mit Kostümen, die gleichermaßen streng modern und phantasievoll verspielt sind. Und einem strengen, fast leeren Bühnenbild, das Raum gibt für die Bewegungen und für das Wirken Giovanni Sollimas Musik, die er an diesem Abend selbst spielt, ein Teufelsgeiger am Cello.

 

Arabische Trommelklänge, E-Gitarre und singende Tänzerinnen und Tänzer  vermischen sich geschmeidig mit der Choreographie, die eine große Leichtigkeit hat, zuweilen mit Slapstick arbeitet und das Gefühl vermittelt, einem Feuerwerk der Sinne beizuwohnen.  Eine Aufführung, die sie nicht verpassen sollten! Nicht zuletzt wegen der Musik von Giovanni Sollima.

+ 12.06.15 + NDR Kultur + Agnes Bührig +

Einfach paradiesisch!

"Paradiso" : Grandiose Ballett-Uraufführung der Staatsoper Hannover in der Choreografie von Jörg Mannes

Superlativen sozusagen im Sonderangebot: Noch nie erfand Mannes - und er ist groß im Efinden, was das betrifft - so ungewöhnliche Tanzformen, abenteuerliche Verknüpfungen, bewundernswerte Balanceakte, irrwitzige Abläufe, und noch nie verschmolz die Musik so restlos mit den Körpern.

 

Eine Ballettpremiere, die das Publikum nicht nur symbolisch von den Sitzen riss. Ein musikalisches Erdbeben - von Mark Rohde mit dem Staatsorchester souverän gebändigt und ein tänzerisches Ereignis, das nur schwer zu topppen sein wird in der kommenden Saison. Aber Jubel, berechtigter, über den Platz ganz oben, ganz nah an der Sonne. Eines der schönsten Hannover-Kapitel und Kapital: das Ballett der Staatsoper. Mit Mannes natürlich.

+ 15.06.15 + Deister- und Weser-Zeitung + Richard Peter +