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1. Sinfoniekonzert 2018/2019

Werke von Ravel, Saint-Saens, Respighi und Strauss

Dirigent: Ivan Repušić | Solist: Dejan Lazić (Klavier)

Mo 24.09.18 | 19:30 | Einführung 18:45 | Opernhaus

Abonnement: Konzert-Abo Montag

ZUM STÜCK

Maurice Ravel »Rapsodie espagnol« (1907/08)

Camille Saint-Saeëns Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 22 (1868)

Ottorino Respighi »Fontane di Roma (Römische Brunnen)« Sinfonische Dichtung (1916)

Richard Strauss »Don Juan« Tondichtung nach Nikolaus Lenau für großes Orchester op. 20 (1887/89)

 

Wie wird aus Fremdem etwas Eigenes? Die Anverwandlung fremder Stoffe und Klange in eigene Farben und Formen fallt je nach Komponist sehr unterschiedlich aus.

Eine Liebe aus der Distanz verband den französischen Basken Maurice Ravel mit der spanischen Heimat seiner Mutter. Seine viersätzige »Rapsodie espagnole« ist eines der vielen Werke, das ganz ohne folkloristische Zitate ein »idealisiertes Spanien« (Manuel de Falla) zeichnet, in einem geheimnisvollen, sinnlichen, vor leidenschaftlicher Energie mitunter taumelnden Klangbild.

Wesentlich konkreter skizzierte der Bologneser Ottorino Respighi seine Wahlheimat Rom. Die erste von drei sinfonischen Dichtungen über die italienische Kapitale, »Fontane di Roma«, beschreibt vier römische Brunnen zu verschiedenen Tageszeiten – von der pastoralen Fontana di Valle Giulia in der Morgendämmerung über den impressionistisch kolorierten Tritonenbrunnen am Vormittag und die prachtvolle Fontana di Trevi in der Mittagshitze bis zum Brunnen der Villa Medici beim Übergang in die Nacht.

Viele fremde Stoffe hat sich Richard Strauss zu eigen gemacht, ganz egal, wer sich vorher schon daran versucht hatte. Der große, so maßlos wie rastlos Liebende Don Juan schien ihm trotz (oder gerade wegen?) der Werke von Mozart, E.T.A. Hoffmann, Byron oder Kierkegaard noch auf seine Musik gewartet zu haben. Oder umgekehrt hatte der 24-jährige Richard Strauss für seine zweite Tondichtung auf die Figur Don Juan gewartet – als Initialzündung für seinen eigenen Tonfall und den Durchbruch im Konzertsaal. »Der Klang war wundervoll, von einer riesigen Glut und Üppigkeit«, schrieb Strauss an seine Eltern.

Der Überschwang eines Richard Strauss war Camille Saint-Saëns vollkommen fremd: »Kunst kann sehr gut ohne Emotion auskommen«, meinte er, »und tatsächlich ist sie besser dran, wenn sie es tut.« Sein 2. Klavierkonzert überrascht mit einer Temposteigerung der drei Sätze (vom langsamen Kopfsatz über ein 6/8-Scherzo bis zum brillant mitreißenden Final-Presto), lässt Einflüsse von Bach wie Mendelssohn anklingen und prägt mit Wärme, Eleganz und Virtuosität doch einen ganz eigenen Stil.

 

 

 

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TERMINE & KARTEN

Termine

23.09.18So 17:00Karten
24.09.18Mo 19:30Karten

Leitungsteam

Besetzung

Solist (Klavier)
Dejan Lazić
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover