Monika Walerowicz

Monika Walerowicz schloss 1995 ihr Bratschenstudium und 1997 ihr Gesangs- und Schauspielstudium mit Auszeichnung ab und promovierte dort 2001. Sie gewann u.a. den 1. Preis beim Warschauer Internationalen Wettbewerb Moniuszko, den Grand Prix Paderewski in Bromberg, den 1. Preis beim Ada Sari Wettbewerb Nowy Sacz, wo sie zudem mit fünf Sonderpreisen ausgezeichnet wurde, sowie einen Sonderpreis und Stipendium des Internationalen Gesangswettbewerbs »Francisco Viñas« in Barcelona.

In ihren Anfängen begann Monika Walerowicz vorwiegend im Lied-/ Oratorien- und Konzertbereich zu musizieren, welches sie bis heute neben ihrer Operntätigkeit fortführt und ihr Repertoire stets erweitert. Erste Auftritte führten die Mezzosopranistin auf die Bühnen der Staatsoper Lodz, der Staatsoper Stettin (Hänsel) und der Staatsoper Bromberg (Carmen und Jadwiga in Moniuszkos »Das Gespensterschloss«). 2002 sang sie erstmals Cherubino in »Die Hochzeit des Figaro« in Porto. Aus der erfolgreichen Teilnahme beim Münchner ARD-Wettbewerb 2003 ergaben sich Gastengagements als Carmen und Eboli am Landestheater Linz.

2004 wechselte Monika Walerowicz ins Ensemble des Staatstheaters Kassel, wo sie u.a. als Dejanira in »Hercules«, Muse/Niklas in »Hoffmanns Erzählungen« und Rossinis » Die Italienerin in Algier « auf der Bühne stand. Von dort kam sie zur Spielzeit 2009/10 als Ensemblemitglied an die Staatsoper Hannover, wo sie bereits mit Gastauftritten 2007 als Eboli und Carmen gefeiert worden war und inzwischen als Octavian in Strauss' »Der Rosenkavalier«, Waltraute in den Wagner-Opern »Die Walküre« und »Götter­dämmerung«, als Isabella in Rossinis »Die Italienerin in Algier«, als Rosina in »Der Barbier von Sevilla« und als Dorabella in »Così fan tutte« ihre stimmliche und dar­stellerische Vielseitigkeit unter Beweis stellte. In der Spielzeit 2017/18 war Monika Walerowicz in »Wilhelm Tell« (Hedwig), »Don Carlo« (Prinzessin Eboli), »Aida« (Amneris) und »Dialoge der Karmelitinnen« (Mère Marie) zu erleben.

Monika Walerowicz arbeitete mit Regisseuren wie Stefan Herheim, Dietrich Hilsdorf, Benedikt von Peter, Ulrich Peters, Dominique Mentha, Gabriele Rech, Barrie Kosky und Dirigenten wie Howard Arman, Wolfgang Bozic, Demis Russell Davies ,Adam Fischer, Rainer Mühlbach, Marc Piollet und Roberto Paternostro zusammen.

Mit ihren wichtigsten Partien gastierte Monika Walerowicz an zahlreichen Opernhäusern im deutschsprachigen Raum wie: Carmen in Koblenz, Linz, Mainz, Oldenburg, Erfurt und Trier; als Eboli in Linz, Nürnberg, Wiesbaden und Münster; als Laura in »La Gioconda« in Kassel und Kiel und Isabella in Rossinis »Die Italienerin in Algier« in Essen, Bonn und Karlsruhe.
Neben ihrer professionellen Gesangslaufbahn war Monika Walerowicz von 1997 bis 2006 an der Hochschule für Musik in Bromberg tätig, von 2001 als Dozentin. Ihre gesangliche Expertise brachte sie 2013 als Jurorin beim XV. Internationalen Ada-Sari-Wettbewerb der Vokalkunst in Neu Sandez ein. Der Wettbewerb zählt zu den bedeutendsten und prestigeträchtigsten Vokalkunstwettbewerben und gilt europaweit als Talentschmiede.
2017 leitete Monika Walerowicz ihren eigenen Gesangsmeisterkurs an der Hochschule für Musik in ihrer Heimatstadt Bydgoszcz, wo sie sowohl mit polnischen, als auch mit Studenten der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover arbeitete.
In der aktuellen Spielzeit 2018/19 wird Monika Walerowicz u.a. in den Neuproduktionen »Die Krönung der Poppea«, »König Karotte«, »Fausts Verdammnis« und in der Wiederaufnahme »Aida« auf der Bühne zu sehen sein.