Patterns, Pulses, Sections

Vortrag (19:30 Uhr) und Konzert (21:00 Uhr)

Klangbrücken - Steve Reich | Fr 03.05.19 | 19:30 | Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Richard Jakoby Saal

  • Steve Reich
    © Wonge Bergmann

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Steve Reich »Music for 18 musicians«

 

19:30 Uhr: Vortrag von Dr. Imke Misch (mit Klangbeispielen)

21:00 Uhr: Konzert von Studierenden der HMTMH

Andreas Boettger (Leitung)

 

 

 

»Music for 18 musicians«

Mitte der 1970er Jahre schrieb Steve Reich mit »Music for 18 musicians« eines seiner ersten Werke für größere Ensembles. Als Schlüsselwerk der Minimal Music verbindet es klassische Elemente wie repetitiv organisierte Strukturen und regelmäßiges rhythmisches Pulsieren mit organischen Prozessen und vielfarbiger Harmonik. Das organische Element ist der Atem, mit dem die Holzbläser- und Gesangsstimmen den vielschichtigen musikalischen Verlauf beeinflussen. Diese Stimmen laufen – so Steve Reich – variabel »wie Wellen« gegen den konstanten Rhythmus der übrigen Instrumente an. Mit seinem Klangreichtum und rhythmisch-pulsierenden »Flow« gehört »Music for 18 musicians« unzweifelbar zu den besonders faszinierenden Minimal-Kompositionen des 20. Jahrhunderts.

 

Andreas Boettger

Nach dem ersten Schlagzeugunterricht in Guinea (West-Afrika) bei M. Camera 1968, folgte eine private Ausbildung in Frankfurt und das Abitur 1974. 1976 begann das Schlagzeugstudium an der Hochschule für Musik in Freiburg bei Prof. B. Wulff und endete 1981 mit der Hochschulabschlussprüfung. Wesentliche Etappen seiner musikalischen Arbeit waren das Ensemble Modern mit den wichtigsten Werken und Komponisten der Zeit und dem Projekt Yellow Shark mit Frank Zappa.

Ferner war 1985 der Wechsel in das Ensemble von Karlheinz Stockhausen, dem er bis heute angehört, die Vertiefung seines Wunsches, mit einem lebenden Komponisten seine Werke zu erarbeiten und den Entstehungsprozess seiner Werke mitzuerleben. So galt es nicht nur mit den »Klassikern« Hymnen, Zyklus, Kontakte etc. solistisch auftreten zu lernen, sondern auch u. a. die Opern Montag und Dienstag aus Licht und den Nasenflügeltanz, der ihm und Simon Stockhausen gewidmet ist, uraufzuführen.

Die freie Mitarbeit im Radio Symphonie Orchester Frankfurt und im Chamber Orchestra of Europe gilt bis heute der Pflege der Orchesterliteratur, der er musikalisch und handwerklich verbunden bleiben will. Seit 1994 ist an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Professor für Schlagzeug und Pauke und leitet die Klasse, in der Haupt- und Nebenfachstudenten Schlagzeug belegen.

 

Die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) ist eine der renommiertesten künstlerisch-wissenschaftlichen Hochschulen in Deutschland. Rund 360 Lehrende – darunter zahlreiche international bekannte Persönlichkeiten aus Kunst, Pädagogik und Wissenschaft – engagieren sich in der Ausbildung von knapp 1.500 Studierenden aus aller Welt in aktuell 33 Studiengängen. International wahrgenommen wird die HMTMH seit jeher insbesondere für ihre künstlerische Ausbildung: Durch ihr klares Bekenntnis zur professionellen Ausbildung in der ganzen Breite sichert sich die HMTMH im bundesweiten Vergleich einen Spitzenplatz. Die Ausbildung der Kammermusikkompetenz und die Einbindung ihrer Studierenden in Projekte der neuen Musik sind wichtige Profilschwerpunkte.

Zur nachhaltigen Stärkung des Musiklands Niedersachsen und als Teil der Unesco City of Music Hannover tritt Niedersachsens einzige Musikhochschule in einen beständigen Austausch mit der Gesellschaft und ist zudem mit rund 500 öffentlichen Angeboten pro Jahr eine der größten niedersächsischen Kulturveranstalterinnen.

 

 

 

Veranstaltung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover