Aida*

Oper von Giuseppe Verdi

Oper in vier Akten (1871)
Text von Antonio Ghislanzoni nach einem Handlungsentwurf von Auguste Mariette und einem Szenario von Camille Du Locle
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Auf dem Spielplan seit der Premiere der Inszenierung am 14. April 2018

Do 14.06.18 | 19:30–22:20 | Einführung 19:00 | Opernhaus

Abonnement: Donnerstag 4 (19:30 Uhr)

  • Athanasia Zöhrer, Shavleg Armasi, Rafael Rojas, Chor, Extrachor
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Rafael Rojas, Martin Rainer Leipoldt, Daniel Eggert, Shavleg Armasi, Khatuna Mikaberidze, Karine Babajanyan
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Khatuna Mikaberidze
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Karine Babajanyan
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  • Daniel Eggert, Chor, Extrachor
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  • Brian Davis, Karine Babajanyan, Khatuna Mikaberidze, Jan Isaak Vogt (Livekamera)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Brian Dabis, Karine Babajanyan, Jan Isaak Voges (Livekamera)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Karine Babajanyan, Rafael Rojas, Brian Davis
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  • Rafael Rojas
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  • Karine Babajanyan
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  • Karine Babajanyan
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  • Karine Babajanyan, Khatuna Mikaberidze
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  • Karine Babajanyan
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  • Shavleg Armasi, Chor, Extrachor
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  • Karine Babajanyan, Brian Davis
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Karine Babajanyan, Brian Davis
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Khatuna Mikaberidze
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Rafael Rojas, Chor, Extrachor
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture

ZUM STÜCK

Die Liebe des jungen Radames, eines ägyptischen Feldherrn, zur äthiopischen Prinzessin Aida, die als Sklavin am ägyptischen Hof lebt, gerät ins Getriebe kriegerischer Konflikte und zerschellt an den Mechanismen politischer Machtverhältnisse. Der Zusammenprall der Kriegsparteien findet Entsprechungen auf individueller Ebene und korrespondiert mit Aidas Zwiespalt zwischen ihrer Liebe zu Radames und ihrer Verbundenheit zu ihrem Vater, dem äthiopischen König Amonasro. Er korrespondiert aber auch mit der Rivalität zweier Frauen, denn wie von Aida wird Radames auch von der ägyptischen Königstochter Amneris geliebt, die ihm nach seinem erfolgreichen Feldzug gegen die Äthiopier als Belohnung zur Gemahlin bestimmt ist. Und schließlich dringt der Krieg auch in das Verhältnis von Vater und Tochter, indem der gefangene Amonasro die Liebe seiner Tochter geradezu erpresserisch zu dem Zweck zu instrumentalisieren sucht, Radames zum Verrat des ägyptischen Kriegsplanes zu verleiten. Radames’ Treue zu Aida führt ihn schließlich in den Tod: Ein erbarmungsloser Machtapparat sondert ihn als Verräter aus der Gesellschaft aus und mauert ihn lebendig ein, und Aida folgt ihm, lässt sich heimlich mit einschließen. Denn nur in der absoluten Hoffnungslosigkeit, in einem Raum außerhalb jeden Lebens, das sich nicht zu leben lohnt, bleibt diese Liebe unzerstörbar.

»Aida«, entstanden als Auftragswerk anlässlich der Eröffnung des Suezkanals und des Opernhauses in Kairo, steht durch ihre musikalische Prachtentfaltung und dem personellen Aufwand, speziell auch durch die oberflächliche Popularität des Triumphmarsches, gelegentlich im Ruf einer kriegsverherrlichenden Repräsentationsoper und war immer wieder das Ziel kritischer Kommentare. Auch Verdi selbst zögerte zunächst, den Auftrag des ägyptischen Staates anzunehmen, stand er doch solchen Ereignissen, bei denen der Sensationswert die Kunst überlagert, ablehnend gegenüber. Nur die Qualität des Textbuches – und vielleicht auch die Bewilligung seiner finanziell exorbitanten Forderungen – überzeugten ihn, das Werk dennoch in Angriff zu nehmen, wobei er den damit verbundenen Reklamerummel einfach nur ekelhaft fand und der Uraufführung fernblieb. Freilich sind die Gigantomanie und das exotische Kolorit der Oper nur eine Seite der Medaille, deren scheinbar affirmativer Gestus im Kontext des Gesamtwerks relativiert und negiert wird. Der Kontrast zwischen den großen Tableaus und den zentralen kammerspielartigen Szenen bezeichnet den eigentlichen Konflikt der Oper: den Konflikt zwischen individueller Glückssuche und autoritären Gesellschaftsstrukturen, zwischen Gefühl und Politik, zwischen Liebe und Gewalt.

 

 

 

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PRESSESTIMMEN

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TERMINE & KARTEN

Termine

14.06.18Do 19:30Karten
20.06.18Mi 19:30Karten
29.06.18Fr 19:30Karten
21.12.18Fr 19:30
29.12.18Sa 19:30
11.01.19Fr 19:30
16.01.19Mi 19:30

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Aida

Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Valtteri Rauhalammi
Inszenierung
Kay Voges
Bühne
Daniel Roskamp
Kostüme
Mona Ulrich
Licht
Elana Siberski
Video
Voxi Bärenklau /
Mario Simon
Trickfilmanimation
sputnic
Live-Kamera
Jan Isaak Voges
Choreinstudierung
Lorenzo Da Rio
Dramaturgie
Klaus Angermann

Besetzung

Besetzung

Der König
Daniel Eggert
Amneris
Monika Walerowicz
Aida
Karine Babajanyan
Radamès
Rafael Rojas
Ramphis
Tobias Schabel
Amonasro
Brian Davis
Ein Bote
Martin Rainer Leipoldt
Eine Tempelsängerin
Ylva Stenberg
Chor der Staatsoper Hannover
Extrachor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

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Produktion empfohlen ab Klasse 11

 

Ein Formular für die Kartenbestellung für Schulklassen unter kasse@staatstheater-hannover.de oder Fax (0511) 9999 1999 finden Sie hier.

 

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* in Originalsprache mit deutschen Übertiteln